Am kommenden Wochenende, Samstag und Sonntag, 11. und 12. Juli, lädt der Schützenverein Silberbach zu den Feierlichkeiten seines 70. Jubiläums ein. 62 Mitglieder – davon 20 aktive Schützen – wollen das runde Jubiläum nach der Fahnenweihe 1981 zum nächsten festlichen Höhepunkt in der lebendigen Vereinsgeschichte machen. Sein Zuhause mit Vereinsheim und Schießstand hat der Verein im Obergeschoss der Kaibitzer Schlossschänke der Familie Eibisch.
Am 19. Februar 1956 schlug im Gasthaus Braun in Löschwitz die Geburtsstunde der Silberbach-Schützen: Bürger der ehemaligen Gemeinde Löschwitz gründeten den Verein. Viermal musste damals ein neuer Vorstand gewählt werden, da Unstimmigkeiten immer wieder zu Rücktritten führten. Die ersten Vorsitzenden waren Franz Haller und Georg Biersack.
Anlegen in der Küche
1957 kaufte der Verein aus dem Erlös einer Faschingsveranstaltung das zweite Gewehr. Geschossen wurde in den ersten fünf Jahren im Gasthaus Braun – angelegt werden musste von der Küche aus. 1961 zog der Verein in die heutige Schlossschänke um. Dort wurde durch eine Mauerluke vom Schankraum aus Richtung Brauerei, dem heutigen Rittersaal, geschossen.
Ein Jahr vor dem 25. Jubiläum richteten die Schützen eine neue Schießanlage mit Handkurbel ein. Das Jubiläum 1981 mit 40 anwesenden Vereinen brachte 17.272 D-Mark Gewinn. In diesem Jahr scheiterte mehrheitlich in der Generalversammlung auch der Versuch, den Verein wieder nach Löschwitz umzusiedeln.
Erfolge in den 90ern
In den 1990er Jahren verstärkte der Verein die Jugendarbeit und stieg in die Kreisliga auf, erzielte mit Schützin Hanne Schöpf Erfolge bei der Landesmeisterschaft. 1993 führte der Verein sein Wappen ein: Es zeigt unter einem Ritterkopf mit Eichenlaub ein Wappenschild mit gekreuzten Waffen mit dem Kaibitzer Schloss, Kapelle und der bayerischen Raute im Hintergrund. In dieser Zeit renovierten die Mitglieder die Vereinsräume und Schießanlagen in Eigenleistung, eingeführt wurden die elektronische Datenverarbeitung und eine neue Schützenuniform.
Der Schießsport wurde 2016 erneut aktiviert und 2019 die Schießanlage modernisiert. Die Mitglieder leisteten dazu 1100 Arbeitsstunden. Zu den 28.000 Euro Gesamtkosten gab es 19.350 Euro Zuschüsse. Nach Corona nahm der Verein 2021 den Schießbetrieb wieder auf. In den beiden Folgejahren wurde der Waffenbestand mit Luftdruckwaffen aufgestockt.
Auf- und Abstiege
Beim Schießsport setzt der Verein auf drei Mannschaften mit jeweils fünf Schützinnen und Schützen. Die Erste musste aktuell den Abstieg in die Kreisliga des Oberpfälzer Schützenbundes (OSB) hinnehmen. Die Zweite feierte den Aufstieg in die Bezirksliga. Aktuelle Schützenköniginnen und Könige sind Lorenz Marker (Luftgewehr), Adrian Stangl (Pistole), Heidi Schöpf (Auflage), Schützenliesl Jacqueline Hofmann und Gabriel Weber (Jugendschützenkönig).
Die größten Erfolge erzielten Veronika Traßl in der Wertung Luftgewehr-Auflage Senioren IV (2022) sowie die Luftgewehrmannschaft Junioren (erster Platz) und Veronika Traßl (zweiter Platz) bei den Bayerischen Meisterschaften 2023 in der Kategorie Luftgewehr aufgelegt. Die Erste Mannschaft stieg in der Saison 2022/2023 erstmals ungeschlagen in die Bezirksliga auf. Den Verein führt seit 2016 Florian Traßl, sein Stellvertreter ist Dominik Dörner. Noch lebende Gründungsmitglieder sind Ludwig Frank und Alois Braunreuther.
Festprogramm
Am Samstag, 11. Juli, ist um 17 Uhr Aufstellung zum Kirchenzug zur Kaibitzer Kapelle, um 17.30 Uhr ist Festgottesdienst mit Pfarrer Thomas Kraus und den Kaibitzer Schlossbläsern. Ab 18.30 Uhr ist Festbetrieb mit dem Musikverein Weilheim Tübingen und den Schwarzenbacher Schenkelzinterern, ab 21 Uhr Barbetrieb.
Der Sonntag, 12. Juli, startet ab 11.30 Uhr mit dem Mittagstisch (Anmeldung bei Martina Eibisch, Telefon 0160/96960050). Um 14 Uhr stehen Ehrungen langjähriger Mitglieder auf dem Programm. Ab 14.30 Uhr ist Festausklang mit Kaffee und Kuchen sowie Gegrilltem und Livemusik. Zu sehen ist außerdem die Fotoausstellung „70 Jahre Kaibitz, Primiz und Fahnenweihe“.
























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