21.05.2019 - 11:22 Uhr
Löschwitz bei KemnathOberpfalz

Vorgespräche beendet

Die Gesprächsrunden zur Dorferneuerung locken immer viele Interessierte in das Feuerwehrhaus. Architekt Emil Lehner gab einen Überblick über den bisherigen und den weiteren Verlauf der Planungen.

Erwin Lottes lobte die Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro und dem Amt für ländliche Entwicklung.
von C. & W. RupprechtProfil

Architekt Emil Lehner und Erwin Lottes freuten sich über ein gut gefülltes Gemeinschaftshaus in Löschwitz. Dies war die vorerst letzte Veranstaltung dieser Art. Der Dorferneuerungsplan wird nun ins Prüfverfahren gegeben. Die Landschaftsarchitekten Christina und Emil Lehner sowie Norman Langenhan vom Amt für ländliche Entwicklung (ALE) informierten mit Schaubildern über den abschließenden Stand der Vorgespräche.

Darin waren die Standorte, die sich für ein Dorfgemeinschaftshaus eignen würden, eingezeichnet. Ebenso konnten die Verantwortlichen den Verlauf der Grenzen eines Hochwassers ermitteln, das den Ort ereilen könnte. Es sei klar, dass das Problem bereits außerhalb des Dorfes gelöst werden müsse.

Lehner stellte in Aussicht, dass bei den Planungen auch die neuen Regelungen zur Biodiversität berücksichtigt werden müssten. Dabei sei der alte Baumbestand im Ort sehr wertvoll, denn eine Baumkrone werde in verschiedene Stockwerke unterteilt gesehen. Jedes Stockwerk sei für eine andere Insekten- und Tierart wichtig. Es sei auch abzuwägen, was wichtiger sei. Baulandreserven oder grüne Freiflächen im Ort. Auch eine Begrünung des Ortsrandes sei vorgesehen.

Noch ausbaufähig

Lehner ließ mit einem Streifzug durch alle Sitzungen die wichtigen Planungspunkte noch einmal Revue passieren. In den Umfragen wurde deutlich, dass im kleinen Ort Löschwitz die Nachbarschaftshilfe noch funktioniere, eine gute Lebensqualität vor Ort erlebt werde, die aber noch ausbaufähig sei. Besonders die Sicherheit der Menschen an der Staatsstraße könnte mit besserer Beleuchtung und einer Querungshilfe deutlich verbessert werden.

Lehner bat um Verständnis, dass für jedes Gebäude "Bedarf" erfasst sein und in das Gutachten einfließen müsse, wenn später Maßnahmen gefördert werden sollten.

An Kastl denken

Die Findungsphase werde nun beendet. Die Vorschläge seien in die Pläne eingearbeitet und würden nun der Stadt Kemnath vorgelegt. Wegen der Wasserversorgung müsse man auch an die Gemeinde Kastl denken. Danach gingen sie ins Prüfungsverfahren. Lehner bat die Bevölkerung nun um Geduld. Das Verfahren dauere, es würden aber immer wieder Zwischenberichte an Löschwitz gegeben. Erwin Lottes erklärte sich bereit, über Zwischenstände und Neuerungen zu informieren und Flyer zu verteilen, damit alle Bürger stets auf dem Laufenden bleiben. Am 08. Juli wird es eine Flurwerkstatt für die beiden Orte Löschwitz und Kaibitz geben, Treffpunkt ist die Schlossschänke in Kaibitz.

Ein Vorstand für das Dorferneuerungsverfahren werde nach der Einleitung der Maßnahme gebildet, was sicher nicht vor Dezember 2020 geschehe. "Die konstituierende Sitzung wird voraussichtlich 2021 stattfinden", erklärt Langenhan vom ALE.

Lehner lobte die rege Mitarbeit der Dorfgemeinschaft. "In diesem Dorf geht die Post ab. Selten kommt man so schnell mit den Planungen voran, wie es hier in Löschwitz möglich war." Auch Lottes lobte die Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro und dem ALE. "Die Chemie stimmte von Anfang an. Wir fühlten uns sauwohl in Euren Händen."

Architekt Emil Lehner lobte die rege Mitarbeit der Dorfgemeinschaft. „In diesem Dorf geht die Post ab!
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.