Lohma bei Pleystein
26.06.2018 - 10:57 Uhr

Bahnhof unterm Hammer

Wer möchte einen Bahnhof kaufen? Der in Lohma wird an diesem Freitag vom Berliner Auktionshaus Karhausen AG versteigert.

Die Beschreibung „maroder Zustand der Gebäude“ trifft voll zu, wie der Interessent bei einer Besichtigung des Objektes feststellen wird. bey
Die Beschreibung „maroder Zustand der Gebäude“ trifft voll zu, wie der Interessent bei einer Besichtigung des Objektes feststellen wird.

Das Mindestgebot von 29.500 Euro für das ehemalige Empfangsgebäude und die Güterhalle auf einem über 18.000 Quadratmeter großen Grundstück hört sich recht gut an. Doch der Blick auf die Gebäude zeigt, dass der Investor sehr kreativ sein muss.

Das Berliner Auktionshaus Karhausen AG versteigert bundesweit außergewöhnliche Immobilien. So wurden in den vergangenen Jahren rund 700 Bahnhöfe erfolgreich vermarktet. Bundesweit bekannt wurde das Auktionshaus mit der Versteigerung des Dorfes „Alwine“ im Süden Brandenburgs.

Der Bahnhof Lohma wird in den Versteigerungsunterlagen als „Grundstück mit zwei Gebäuden, hinter Lohma 28“ beschrieben. Offen ist aus dem Internet zu entnehmen, dass die Gebäude marode, die Grundstücke mit Baum-, Strauch- und Wildwuchs bewachsen sind. Die Gebäude sind leer, nicht beheizbar, die medienseitige Erschließung fehlt. Das Grundstück ist „ungleichmäßig geschnitten“, was darauf zurückzuführen ist, dass nur um die Gebäude herum ein größerer Grundstücksteil vorhanden ist, der Rest ist die ehemalige Gleisanlage mit einem Seitenstreifen.

Mario Schadenberg vom Berliner Auktionshaus schildert in einem Telefongespräch den Vorgang bei der Versteigerung. Der Interessent meldet sich zunächst bei Karhausen AG und erhält dann ein ausführliches Exposé. Eine sogenannte Bezugsurkunde wäre dann später Bestandteil des Vertrages, weil dort festgelegt ist, dass sich die Deutsche Bahn ein paar Rechte vorbehält.

Bei der Auktion am 29. Juni 2018 gibt es die Möglichkeit sich telefonisch oder schriftlich zu beteiligen oder aber auch persönlich im Auktionshaus in Berlin teilzunehmen. Auch bei der telefonischen Versteigerung ist der Interessent „live“ dabei.

Wie viel Kunden sich wirklich dafür interessieren ist laut Mario Schadenberg nicht bekannt, es steht aber fest, dass sich mehrere Interessenten für das Objekt interessiert haben. Wer letztlich das Areal erwirbt, fällt nach Aussage Mario Schadenbergs unter den Datenschutz. Das Auktionshaus ist aber bereit, eine schriftliche Anfrage diesbezüglich an den neuen Eigentümer weiterzuleiten, in dessen eigenem Ermessen es dann liegt, sich zur Frage seiner beabsichtigten Nutzung zu äußern.

Mario Schadenberg äußert sich auch kurz zur Aussage im kurzen Auszug aus dem Exposé im Internet und dem Hinweis, dass es sich bei dem Grundstück um eine „Altlastenverdachtsfläche“ handelt. Die Ansage dazu lautet klar, dass der neue Eigentümer eventuelle Beseitigungen verunreinigten Erdreiches auf seine Kosten übernehmen müsse.

Wer sich also für den Bahnhof Lohma interessiert müsste schnell handeln, die Auktion einer Vielzahl von Objekten, der Bahnhof Lohma wird an 18. Stelle zur Versteigerung kommen, beginnt am 29. Juni 2018 um 14 Uhr.

Die Beschreibung „maroder Zustand der Gebäude“ trifft voll zu, wie der Interessent bei einer Besichtigung des Objektes feststellen wird. bey
Die Beschreibung „maroder Zustand der Gebäude“ trifft voll zu, wie der Interessent bei einer Besichtigung des Objektes feststellen wird.
Die Beschreibung „maroder Zustand der Gebäude“ trifft voll zu, wie der Interessent bei einer Besichtigung des Objektes feststellen wird. bey
Die Beschreibung „maroder Zustand der Gebäude“ trifft voll zu, wie der Interessent bei einer Besichtigung des Objektes feststellen wird.
 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.