09.04.2020 - 11:23 Uhr
Luhe/Luhe-WildenauOberpfalz

Große Trauer um Ulrike Schwab

Große Trauer herrscht in der ganzen Marktgemeinde. Die allseits beliebte Leiterin des Kirchenchors St. Martin, Ulrike Schwab, ist am Dienstag in den frühen Morgenstunden ihrem schweren Krebsleiden erlegen.

Ulrike Schwab starb mit 52 Jahren.
von Rita GleißnerProfil

Geboren und aufgewachsen in Eslarn, spielte Ulrike Schwab schon als Jugendliche in ihrer Heimatpfarrei die Orgel und sang im Kirchenchor. Dort lernte sie viele Jahre später ihren Ehemann Gerhard Schwab kennen, der über viele Jahre den Eslarner Chor leitete und die Anton-Bruckner-Musikschule gründete. Aus der gemeinsamen Liebe zur Musik wurde die Liebe für das Leben.

2001 heirateten die beiden und schenkten Sohn Viktor und Tochter Luisa das Leben. Musik spielte immer eine tragende Rolle in beider Leben. Ulrike Schwab war die gute Seele der Musikschule, unterstützte ihren Mann mit ganzer Kraft und erledigte jahrzehntelang als Schriftführerin bis zuletzt ehrenamtlich die Verwaltungsaufgaben des Vereins. Außerdem begleitete sie ihren Mann, einem begnadeten Trompeter, an der Orgel bei vielen Hochzeiten.

Als in der Pfarrei Luhe eine neue Leitung für den Kirchenchor gesucht wurde, machte Ulrike Schwab an der Kirchenmusikschule in Regensburg die Ausbildung zur nebenberuflichen Kirchenmusikerin und schloss diese mit der D-Prüfung ab.

2007 übernahm sie dann die Leitung des Kirchenchores St. Martin. Mit ihrer freundlichen und engagierten Art gelang es ihr, viele neue Sänger zu gewinnen und den Chor zu einem rund 30-köpfigen, homogenen Klangkörper und zu einer Gemeinschaft zu formen.

Als ihr Ehemann Gerd schwer an ALS erkrankte, pflegte sie ihn zusammen mit der Familie drei Jahre lang zu Hause, bis zu seinem Tod am 17. Juni 2017. Mitten in dieser schweren Zeit, die all ihre Kräfte forderte, erkrankte sie selber an Krebs. Mit größter Tapferkeit nahm sie Operation und Therapie auf sich und war weiterhin für ihren pflegebedürftigen Mann und ihre Kinder da. Auch den Kirchenchor führte sie trotz aller Schicksalsschläge weiter.

Sie erholte sich körperlich und widmete sich wieder mit Zuversicht ihren Aufgaben.

Eine große Leidenschaft, die sie auch durch schwere Zeiten trug, war für sie in den letzten zehn Jahren, das Singen im Trio Z’sammg’stimmt mit Rita Gleißner und Resi Lorenz. Nun ist ihre so unverwechselbare Stimme verstummt. Im November 2019 kehrte ihre Krankheit zurück, gegen die sie bis zum Schluss mit großer Tapferkeit kämpfte. Am 7. April ging ihr Leben mit 52 Jahren viel zu früh zu Ende.

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