02.07.2020 - 11:12 Uhr
Luhe/Luhe-WildenauOberpfalz

Kleine Abordnung auf dem Mariahilfberg

Eine kleine Gruppe Wallfahrer aus der Seelsorgegemeinschaft Luhe-Neudorf-Oberwildenau feiert den Gottesdienst auf dem Mariahilfberg. Peter Hentschel trägt das Pilgerkreuz in das Gotteshaus.
von Rita GleißnerProfil

Wegen der Coronapandemie war die Fußwallfahrt der Seelsorgegemeinschaft Luhe-Neudorf-Oberwildenau auf den Amberger Mariahilfberg heuer nicht möglich. Doch Pfarrer Arnold Pirner nahm die Einladung der Franziskanerpatres an, wenigstens die Pilgermesse mit einer kleinen Gruppe zu feiern. Pilgerführer Christoph Hösl hatte die Organisation übernommen und das „Stammpersonal“ der Wallfahrt zur Mitfeier eingeladen. Am Parkplatz, wo normalerweise die Bierzelte für das Bergfest stehen, versammelten sich die „Auto-Pilger“ und zogen, angeführt vom Pilgerkreuz, das Peter Hentschel trug, zur Wallfahrtskirche. Eine kleine Gruppe war in Eigenregie zu Fuß nach Amberg gekommen. Nach dem Einzug in das fGotteshaus begrüßte der Guardian des Klosters die Pilger. Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes übernahmen Organist Hans Spindler sowie Gertrud Werner (begleitet von Birgit Brennich) und Rita Gleißner mit Gesang. Karl Weiß als ältester aktiver Fußpilger und Wolfgang Eimer trugen die Lesung und die Fürbitten vor.

In seiner Predigt ging Pfarrer Pirner auf die Entstehung der Wallfahrt auf den Mariahilfberg in Pestzeiten im 17. Jahrhundert ein. Täglich seien bis zu 40 Menschen vom „schwarzen Tod“ hingeweggerafft worden. In dieser großen Bedrängnis habe damals Jesuitenpater Hell den Rat gegeben, ein Marienbild zur öffentlichen Verehrung aufzustellen. Das Gnadenbild, eine Kopie des Bildes „Mariahilf“ von Lucas Cranach, wurde in einer feierlichen Prozession auf den Berg getragen, und bald darauf ließ die Pest nach.

„386 Jahre später sind wir heute nach Mariahilf gekommen. Wir haben ähnliche Anliegen wie die Menschen damals: Seit Monaten versetzt das Coronavirus Menschen auf der ganzen Welt in Angst und Schrecken. Zig-Tausende mussten bereits ihr Leben lassen. Und obwohl die Medizin heute um Lichtjahre weiter ist, gibt es immer noch keinen Impfstoff und kein wirksames Medikament gegen Covid 19." Der Gottesdienst wurde Dank des Einsatzes der beiden Luher Techniker Georg Hirsch und Bernhard Irlbacher per Livestream über die Homepage der Pfarrei und auch auf OTV live übertragen,

Die Wallfahrt auf den Mariahilfberg in Amberg.
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