28.10.2019 - 15:03 Uhr
Luhe/Luhe-WildenauOberpfalz

Luher JU-Ortsverbände mit eigener Kandidatenliste

Sie kommen, die „Jungen Wilden“. 16 junge Frauen und Männer aus Luhe-Wildenau wollen politisch etwas für ihre Heimat tun. Die bislang einzige, eigene Liste einer Jungen Union im Landkreis für die Kommunalwahl, wurde nun in Luhe vorgestellt.

von Redaktion ONETZProfil

Schon der Besuch der Veranstaltung am Samstagabend war beachtenswert. Das Schützenheim war bis auf ein paar Stühle voll besetzt. Gemeinsam und ortsübergreifend haben die Ortsverbände der Jungen Union Luhe, Oberwildenau und Neudorf den Willen zum politischen Engagement bekundet, formulierte es der Luher Vorsitzende Patrick Berner. Mit der Liste für junge Leute wolle man ein Zeichen setzen. Ziel sei es, zusammen zu arbeiten, an einem Strang zu ziehen und gemeinsame Ideen umzusetzen. Gegen eine Politikverdrossenheit nach dem Motto „Wir können eh nix machen“ wolle man vorgehen, Entscheidungen mittragen und beeinflussen. „Die Heimat liegt uns am Herzen.“

Bezirksvorsitzende Stefanie Dippl freute sich über das Engagement der jungen Leute und betonte, dass frischer Wind gut tue. Kreisvorsitzender Benedikt Grimm lobte die Initiative: „Ihr lasst es Euch nicht gefallen, dass Eure Zukunft vor Euch hergeschoben wird.“ Man schätze die ältere Generation, wolle aber auch eigene Akzente setzen. So könne man Zugang zu anderen Wählerschichten finden.

CSU-Bürgermeisterkandidat Sebastian Hartl sieht die Liste in keinster Weise als Konkurrenz zur CSU, sondern als eine Ergänzung. „Am Ende zählt die Mischung.“ Ob Straßenausbau oder Kläranlage, das seien Entscheidungen für Jahrzehnte, für die Zukunft der Jugend. Er nannte dies eine „historische Listenaufstellung“. Dass man es gemeinsam besser machen könne, solle kein Lippen-Bekenntnis bleiben, sondern mit Leben erfüllt werden. Die 14 Ortsteile sollen nach seinen Worten noch weiter zusammengebracht werden.

Anerkennung und Lobesworte für die Liste gab es auch vom Luher CSU-Vorsitzenden Hans Anzer, der sich eine Zusammenarbeit für immer wünschte, vom Neudorfer Vorsitzenden Johann Kick und der stellvertretenden Oberwildenauer Vorsitzenden Silvia Ippisch. Jetzt braucht die „Junge Liste“ noch 80 Unterschriften, die in der Gemeindeverwaltung zu leisten sind, damit sie zur Wahl zugelassen wird.

Die Kandidaten:

16 junge Frauen und Männer aus der Jungen Union Luhe, Oberwildenau und Neudorf wollen sich im März 2020 zur Wahl für den Marktgemeinderat Luhe-Wildenau stellen. Auf der „Jungen Liste“ stehen: 1. Georg Schärtl (26) Immobilienmakler, 2. Fabian Ippisch (26) Elektriker, 3. Maximilian Hotek (27) Bauingenieur, 4. Barbara Kick (26) Vertriebsmitarbeiterin, 5. Felix Kraus (19) Dualer Student, 6. Hanna Rauch (19) Polizeiwachtmeisterin, 7. Patrick Berner (32) Sales Manager, 8. Johannes Kick (29) Gärtnermeister, 9. Florian Kres (35) Technischer Redakteur, 10. Stephan Schärtl, (30) Softwareingenieur, 11. Maximilian Biehler (23) Student, 12. Helmut Thaler (32) Medientechnologe, 13. Jonas Bäumler (20) Auszubildender Elektriker, 14. David Duschner (19) Dualer Student, 15. Annika Fritsch (25) Kinderpflegerin und Lukas Bauer (29) Einkaufs- und Logistikleiter.

Info:

Angemerkt

Na also, geht doch. Und wie, das zeigen die Jungen. Man nehme eine große Handvoll interessierter und engagierter junger Gemeindebürger aus allen drei Ortsverbänden, mit dem Willen, politisch „mitzumischen“ und „Heimat zu gestalten“. Man setze sich zusammen und rede. Herausgekommen dabei ist die „Junge Liste“ Luhe-Wildenau, eine gemeinsame Kandidatenpräsentation der Jungen Unionsgruppen Luhe, Oberwildenau und Neudorf für die Kommunalwahl im März 2020. Bislang einzig im Landkreis.

Diese jungen Frauen und Männer zeigen Geschlossenheit und jede Menge Energie. Die 16 Kandidaten wollen dazu beitragen, „frischen Wind“ in den Marktrat zu bringen, „eingefahrene Strukturen aufzubrechen“. Und sie wollen sich auch, das wurde in der Nominierungsversammlung laut, von der Mutterpartei abgrenzen, eigene Themen präsentieren und Interessensschwerpunkte setzen. „Eigenständig“ und „unabhängig“, „auf eigenen Beinen stehend“. Verständlich. Es geht hier um keine „Revolution“, sondern um die Gestaltung ihrer Zukunft.

Wenn die Gemeinsamkeiten und die Zusammenarbeit über die Politik hinausreichen, wie angekündigt, dann ist das auch nicht schlecht. Zusammen wollen die drei Ortsverbände der Jungen Union Luhe-Wildenau „neue Wege beschreiten“. Einen ersten, großen Streckenabschnitt haben sie problemlos zurückgelegt. (mh)

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