13.05.2019 - 17:30 Uhr
Luhe/Luhe-WildenauOberpfalz

Palach und der Prager Frühling

Die Geschehnisse im Nachbarland in den Jahren 1968 und 1969 hat der Welt den Freiheitswillen der Tschechen vor Augen geführt. Ein Vortrag blickt nun auf den Prager Frühling zurück.

Bürgermeister Karl-Heinz Preißer (links) dankt Vladimir Vaclav Vasicek für seine beeindruckenden Erzählungen über Jan Palach und den Prager Frühling.
von Walter BeyerleinProfil

Rund 70 Besucher lauschten am Freitagabend im Vortragsraum im Alten Rathaus Luhe dem Vortrag „Der Prager Frühling und die Tragödie des Jan Palach“ von Vladimir Vaclav Vasicek und Karl-Heinz Preißer, in dem geradezu kalendergenau die wichtigsten Ereignisse im Leben Jan Palachs aufgelistet wurden.

Die Volkshochschule Weiden-Neustadt, LuhKulTour, die Katholische Erwachsenenbildung (KEB) Weiden-Neustadt und die Ackermann-Gemeinde hatten dazu eingeladen. Es war gelungen, mit Vasicek einen Referenten zu holen, der Jan Palach, Jahrgang 1948, noch persönlich gekannt und auch mit ihm sprechen konnte.

Der Vortrag machte deutlich, dass militärische Interventionen, wie am 21. August 1968 durch die damalige Sowjetunion in der Tschechoslowakei vielleicht aus militärischer Sicht als Erfolg gewertet werden, politisch und vor allem aber menschlich eine Niederlage sind. Der Selbstmord Jan Palachs am 16. Januar 1969 hat damals die Welt erschüttert, er selbst hatte seine Absicht aus Protest gegen die sowjetische Invasion aus dem Leben zu scheiden, am gleichen Tag in mehreren Abschiedsbriefen angekündigt.

Dem Referenten und Bürgermeister Karl-Heinz Preißer gelang es, den Demokratisierungsprozess in der damaligen Tschechoslowakei bei den älteren Besuchern des Vortrags die weltbewegenden Ereignisse in die Erinnerung zurück zurufen. Vladimir Vaclav Vasicek verstand, immer wieder persönliche Erlebnisse, vor allem auch mit Jan Palach, in den Vortrag einfließen zu lassen.

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