Vier Prozent mehr fordert die IG Metall. Für den Siemens-Standort in Luhe könnte auch mehr drin sein, so Antonia Enßner, Fachsekretärin der IG Metall in Amberg. "Wir haben das Gefühl, dass wir wegen Corona nicht ernst genommen werden." Die Gewerkschaft machte nun am letzten Tag der Friedenspflicht auf sich aufmerksam.
Von den rund 250 Beschäftigten des Siemens-Betriebs in Luhe sind 87 Prozent bei der IG Metall organisiert. Von den 250 Beschäftigen sind 110 Siemensianer, der Rest sind Leih- und Fremdarbeiter. Die Auftragslage in Luhe ist nach Auskunft von Günther Lehrer, Betriebsrat und Vertrauensmann, mehr als gut. Teilweise liegen Aufträge bis ins Jahr 2023 vor. Alles was Siemens auf die Schiene bringt, bekomme Teile aus dem Werk in Luhe, es gebe also "keinen Grund im Betrieb Luhe die 4-Prozent-Hürde nicht zu überspringen".
Die IG-Metaller aus Luhe sehen bei den aktuellen Tarifverhandlungen und Corona keine Verbindung. "Sollte der heutige Tag ergebnislos verstreichen, geht man ab dem 2. März in die Warnstreiks", so Antonia Enßner. "Werden wir dann immer noch nicht ernst genommen, finden 24-Stunden-Streiks statt." Die IG Metall ist mit ihren Mitgliedern auf alles vorbereitet und derzeit flächenmäßig in allen Betrieben unterwegs.





















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