21.10.2019 - 10:48 Uhr
Luhe-WildenauOberpfalz

36 Wildschweine im Senf

Jagdglück und so richtig Waidmann`s Heil haben 25 Jäger an einem Senf-Feld hinter der zu Luhe-Wildenau gehörenden Ortschaft Seibertshof. Ein Ohrenzeuge: "Das hat nur so geknallt."

Vor einem Teil der insgesamt 32 erlegten Wildschweine stehen von links die Jagdpächter Franz Lindner und Markus Hirmer. Beeindruckt waren auch die Hirmer-Söhne Elias (links) und Jonas.
von Redaktion ONETZProfil

In einer guten Stunde erlegten sie eine Strecke von 32 Wildschweinen. „So eine Menge hab ich auch noch nicht gesehen“, berichtet der 64-jährige Jagdpächter Franz Lindner. 25 Tiere seien bisher das meiste gewesen. „Aber 28 Frischlinge – keine kleinen – drei Bachen und ein 80 Kilogramm schwerer Keiler, das ist schon enorm.“

Um 5.30 Uhr weckte das Handy Jagdpächter Markus Hirmer. Die Wildkamera hatte Bilder von vier Schwarzkitteln geliefert, die durch sein Senf-Feld spazierten. Beträchtliche Schäden haben die Landwirte in diesem Gebiet immer wieder hinnehmen müssen. Tatsächlich hörte er kurz darauf vor Ort Schweine grunzen und quietschen.

Hirmer informierte sofort Jagdpächter Lindner. Ein benachbarter Jagdgenosse sei durch das Feld marschiert und etwas blass wieder herausgekommen. Im Abstand von nur vier Metern sei er einer „großen Sau“ gegenüber gestanden.

Flugs benachrichtigt Hirmer seinen Bruder Gerhard, der den Leuchtenberger Hundemeute-Führer Tobias Gleißner alarmiert. Mit 18 ausgebildeten Jagdhunden – „vom Dackel bis zum Deutschen Drahthaar war alles dabei“ – kam dieser und auch Hundeführer Walter Bender. Per WhatsApp wurden die Jäger nach Seibertshof auf den Hirmer-Hof gelotst. „Sogar ein Holländer war dabei.“

Auf einem Kipper fuhren die 25 Waidmänner am Nachmittag gegen 15 Uhr gemeinsam hinaus und umstellten das etwa acht Hektar große Gebiet unter Beachtung der strengsten Sicherheitsvorschriften und Einhaltung aller Vorsichtsmaßnahmen. Dann wurden die Hunde hineingelassen.

Laut Hirmer befand sich eine Rotte von 36 Tieren im Senf. 32 seien erlegt worden, nachdem die Hunde sie heraus getrieben hatten. Vier seien entkommen.

Jagdpächter Hirmer zollt den guten Schützen große Anerkennung: „Sie haben hervorragende und sehr disziplinierte Arbeit geleistet.“ Auch die Hunde hätten perfekt reagiert und jede Sau raus getrieben. Beide Jagdpächter sind froh, dass bei der so erfolgreichen Drückjagd nichts passiert ist.

Die Wildschweine gehen jetzt an einen Wildgroßhändler. Der muss die vorgeschriebene Untersuchung hinsichtlich einer möglichen Strahlenbelastung einleiten.

Vor einem Teil der insgesamt 32 erlegten Wildschweine stehen von links die Jagdpächter Franz Lindner und Markus Hirmer. Beeindruckt waren auch die Hirmer-Söhne Elias (links) und Jonas.
Vor einem Teil der insgesamt 32 erlegten Wildschweine stehen von links die Jagdpächter Franz Lindner und Markus Hirmer. Beeindruckt waren auch die Hirmer-Söhne Elias (links) und Jonas.
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