20.09.2018 - 17:34 Uhr
Luhe-WildenauOberpfalz

KF-Insinger investiert sechs Millionen Euro

Das Geschäft brummt, die Auftragslage ist erfreulich gut. Um die Kunden optimal befriedigen zu können, baut KF-Insinger ein neues Kupfer- und Flechtproduktewerk. Zum Spaten greift auch ein Kabinettsmitglied.

Große Freude vor dem ersten Spatenstich für das neue Kupferflechtwerk KF-Insinger im Gewerbegebiet „Obere Tratt“: (von links) Bezirkstagsvizepräsident Lothar Höher, Stephan Oetzinger als Vertreter des Landrats, Finanzminister Albert Füracker, Unternehmer Andreas Insinger und Bürgermeister Karl-Heinz Preißer. Im Hintergrund ein Entwurf von der künftigen Fabrik.
von Martin Staffe Kontakt Profil

Andreas Insinger freut sich, als er am Donnerstagmittag die knapp 100 geladenen Gäste im Gewerbegebiet "Obere Tratt" begrüßt. Im Festzelt dankt er allen, dass sie mit ihm den Startschuss für ein neues und wie er hofft erfolgreiches Kapitel seiner unternehmerischen Aktivitäten geben. Mit dem Spatenstich nehme die Zukunft der KF-Insinger noch einmal mächtig an Fahrt auf.

Mit dem Neubau setze er auf die weitere Konsolidierung und realisiere die Expansion einer unternehmerischen Idee, die er vor 13 Jahren hatte, sagt Insinger. Damals gründete er fernab des Mutterunternehmens Anka-Draht in Neunburg vorm Wald mit 185 Mitarbeitern in Oberwildenau im Nagler-Gebäude ein kleines Werk für Kupferflechtprodukte. Vor allem in der damals noch "relativ jungfräulichen Elektromobilität" sah er eine große Chance. Aber auch die allgemeine Entwicklung bei der Kabelherstellung ermutigte ihn dazu.

Mit drei Mitarbeitern und einer handvoll technisch hochwertiger Machinen begann er in einer damals "ungemein groß wirkenden Halle". Heute produziere KF-Insinger in den bis auf den letzten Quadratmeter ausgereizten vier Hallen der Nagler-Immobilie mit 52 modernsten Kupfer-Flechtmaschinen. Das Stromnetz werde täglich in seinen Grenzbereich gebracht. Um die Aufträge termingerecht erfüllen zu können, liegen im Werk Neunburg zusätzliche 12 Maschinen. Weitere gehen dort bis Ende April in Betrieb.

In Oberwildenau arbeiten 25 Mitarbeiter im Drei-Schicht-Betrieb und warten auf die Zusammenführung aller Maschinen bis Ende 2019 in dem 7000 Quadratmeter großen Neubau. Die Firma KF-Insinger investiere sechs Millionen Euro. "Damit lege ich ein klares Bekenntnis zum prosperierenden Wirtschaftsstandort Oberpfalz ab", gestand der Unternehmer, der sich auf seine Mitarbeiter stets zu 100 Prozent verlassen könne.

Ein gut gelaunter Finanz- und Heimatminister Albert Füracker gratuliert dem Unternehmen zu seiner hochdynamischen Entwicklung. Dass wieder mehr Menschen in die Nordoberpfalz ziehen, dazu trügen solche Betriebe bei. "Sie sind ein Oberpfälzer Patriot", sagt Füracker zu Andreas Insinger und lobt ihn für die Inspiration, den Kupferdraht so zu veredeln, dass er innovativ gebraucht werde. "Insinger ist auf Draht."

Bürgermeister Karl-Heinz Preißer freut sich nicht nur, "dass Insinger hier investiert". Mit der Ansiedlung sei das Gewerbegebiet jetzt mit 20 Firmen voll belegt. Die Gemeinde werde alles tun, eine Erweiterung in nächster Zeit hinzubringen, versichert der Rathauschef.

Die Bayernkapelle Toni Schmid aus Aufhausen spielt schneidig auf, Ammer-Catering aus Straubing verwöhnt die Gäste kulinarisch.

Architekt Hans Wittmann, Andreas Insinger, Finanzminister Albert Füracker und Bürgermeister Karl-Heinz Preißer greifen zum Spaten.

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