24.06.2020 - 11:28 Uhr
Luhe-WildenauOberpfalz

Oberwildenau bekommt neues Baugebiet

Der Markt Luhe-Wildenau belebt mit der Ausweisung des Baugebiets „Eschlingweiher II“ den Wohnungsbau im Ortsteil Oberwildenau.

Bis nahe der Häuser (rechts), im Hintergrund bis zum Wald unter Berücksichtigung der Baumfallgrenze und im Vordergrund unmittelbar bis Bürgermeister Sebastian Hartl soll das neue Baugebiet "Eschlingweiher II" reichen. Zwischen 25 und 30 Parzellen, je nach Größe, könnten ausgewiesen werden.
von Walter BeyerleinProfil

Der Marktgemeinderat beschloss in seiner Sitzung am Donnerstagabend einstimmig die Ausweisung dieses Baugebiets mit 25 bis 30 Parzellen, je nach späterer Größe.

Bürgermeister Sebastian Hartl sprach in seiner Erläuterung besonders die Gremiumsmitglieder der vergangenen Wahlperiode an, in der noch im Februar die Ausweisung des Baugebiets abgelehnt worden war. Das Nein des Gremiums habe sich nicht gegen die Ausweisung des Baugebiets gerichtet, vielmehr habe eine andere Vorstellungsweise zum Ablauf des Verfahrens im Raum gestanden, sagte der Bürgermeister. Es bestehen keine Zweifel am Bedarf von Bauplätzen, besonders für junge Familien, die sich für Oberwildenau entscheiden würden. In den Baugebieten „Breiter Rain“ in Luhe und „Hopfenweg“ in Oberwildenau seien die Reservierung und der Verkauf regelrecht „rasant“ vonstatten gegangen. Jetzt verfüge der Markt Luhe-Wildenau nicht mehr über ein einziges Grundstück, das als Bauland verkauft werden könne.

Das geplante Baugebiet „Eschlingweiher II“ mit seinen drei Flurnummern ist laut dem Bürgermeister im Flächennutzungsplan für Wohnbebauung ausgewiesen und grenzt unmittelbar an „Eschlingweiher I“ an. Damit dürften sich ortsplanerisch keine Probleme ergeben, ist Sebastian Hartl überzeugt. Unanhängig davon soll das Interesse an der Innenraumverdichtung in Luhe fortgeführt werden. Für die Ausweisung des neuen Baugebiets kalkuliert das Marktoberhaupt einen Zeitraum bis zu eineinhalb Jahren ein. Die betreffenden Grundstückseigentümer haben laut Hartl bei Gesprächen ihre Verkaufsbereitschaft gezeigt, so dass eine Fläche von rund 20.000 Quadratmeter für das neue Baugebiet zur Verfügung steht. Ein weiterer Grundstückseigentümer habe seine Bereitschaft gezeigt, bei der Ausweisung des Baugebiets „an einem Strang“ mitzuziehen, was nach den Worten Hartls bedeute, dass über den Kiefernweg eine Anbindung des Baugebiets möglich werde.

Ob das ganze Baugebiet ökologisch ausgerichtet sei, wollte Marktrat Günther Weiß wissen. Es sei möglich, die Anlage von Zisternen oder eine Regenwassernutzung im Bebauungsplan festzulegen, gab der Bürgermeister als Antwort. Doch vorher müsse generell „das grüne Licht“ des Landratsamts für die Ausweisung des Baugebiets abgewartet werden.

Einstimmig beschloss der Marktgemeinderat, die drei Grundstücke als Baugebiet auszuweisen. Es solle nicht der Eindruck einstehen, dass alles nur „durchgewunken“ werde, meinte Marktrat Hans Anzer angesichts der kurzen Diskussion und der einstimmigen Entscheidung. Die angedachte Planung sei in den Fraktionen ausführlich besprochen worden.

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