12.07.2019 - 17:39 Uhr
Luhe-WildenauOberpfalz

Sandra Landgraf leitet Grundschule Luhe-Wildenau

Für Sandra Landgraf steht eine Beförderung an: Die Konrektorin der Hans-Sauer-Schule in Weiden wechselt als Leiterin an die Grundschule Luhe-Wildenau. Der neuen Chef-Rolle begegnet sie mit einem "lachenden und einem weinenden Auge".

Sandra Landgraf wechselt von der Hans-Sauer-Schule Weiden an die Grundschule Luhe-Wildenau.
von Tobias GräfProfil

"Schon als Kind habe ich gerne mit Tafel und Kreide Lehrer gespielt. Im Gegensatz zu meiner Schwester, die hat Schule immer gehasst." Für Sandra Landgraf aus Rothenstadt-Ullersricht ist der Kinderwunsch vom Beruf des Pädagogen längst Realität geworden. Jetzt aber erklimmt die 50-Jährige die nächste Karrierestufe. Die bisherige Konrektorin der Weidener Hans-Sauer-Schule wechselt zum ersten August nach Luhe-Wildenau. Dort übernimmt die verheiratete Mutter zweier Söhne die Leitung der Grundschule mit circa 100 Schülern.

Wechsel nach 15 Jahren

Die Regierung der Oberpfalz informierte Landgraf über ihre Versetzung. "Das war gewünscht, ich freue mich deshalb sehr." An ihrer neuen Wirkungsstätte hat sich die Pädagogin bereits vorgestellt und das Kollegium kennen gelernt. "Ich bin mit einem positiven Gefühl nach Hause gefahren." Dennoch blickt sie "mit einem lachenden und einem weinenden Auge" in die Zukunft: "Ich war jetzt 15 Jahre lang an der Hans-Sauer-Schule. In dieser langen Zeit habe ich das Kollegium sehr schätzen gelernt, und auch immer einen guten Kontakt zu den Eltern gepflegt. Meine Kollegen werde ich schon vermissen. Mit den neuen wird man sich erst wieder zusammenfinden müssen." Weil Luhe-Wildenau von Weiden aber "nur ein Stückchen entfernt" ist, sagt Landgraf: "Ich bin ja nicht aus der Welt."

Landgraf stammt aus Kemnath am Buchberg im Landkreis Amberg-Sulzbach und beschreibt ihre neue Chef-Rolle in Luhe sehr bescheiden: "Ich kann mich dort mehr einbringen und habe unter Umständen auch mehr Entscheidungsfreiheit." Durch den Aufstieg werden sich auch Arbeitsalltag und -pensum der designierten Rektorin verändern. "Es kommt mehr Organisation und Personalführung hinzu. Weil es eine kleine Schule ist, habe ich trotzdem noch selbst eine Klassenleitung inne."

Zustimmung durch Familie

Der Unterstützung durch ihr Umfeld ist sich die Rothenstädterin gewiss: "Meine Familie hat positiv zugestimmt, alle freuen sich mit mir. Auch mein Ehemann steht dahinter." Landgrafs Söhne sind 21 und 17 Jahre alt. "Der eine studiert Physik, der andere macht nächstes Jahr sein Abi. Sie sind beide sehr selbständig, deshalb werde ich auch mehr Zeit haben für meinen Beruf."

Für die Berufswahl ausschlaggebend war Landgrafs eigene Grundschulzeit im Heimatort Kemnath bei Schnaittenbach. "Ich hatte dort vier Jahre lang eine sehr nette Lehrerin. Die hat mich wirklich geprägt und ich habe mich deshalb schon damals mit dem Gedanken herumgeschlagen, selbst einmal Lehrerin zu werden." Heute selbst vor den Schülern stehend, ist es Landgrafs größte Motivation, wenn sie Dankbarkeit spürt. "Ich freue mich, wenn ich den Kinder etwas beigebracht habe und ihnen etwas fürs Leben mitgeben kann – wenn man es denn schafft."

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