27.04.2021 - 11:10 Uhr
Luhe-WildenauOberpfalz

Wunsch: Spatenstich noch heuer für Feuerwehrhaus Oberwildenau

Seit mehreren Jahren beschäftigt der Neubau des Gerätehauses für die Feuerwehr Oberwildenau den Markt Luhe-Wildenau. Ende 2019 gab es sogar eine Baugenehmigung. Jetzt gibt es geänderte Pläne

Das neue Feuerwehrhaus Oberwildenau zeigt sich als modernes Funktionsgebäude. So wird das Feuerwehrhaus von der Kreisstraße NEW 21 aus präsentieren:
von Walter BeyerleinProfil

Der Neubau des Gerätehauses für die Feuerwehr Oberwildenau ist fast eine unendliche Geschichte. Nach vielen Jahren der Vorplanung entschied der Marktgemeinderat im Jahr 2017 das neue Feuerwehrhaus im Bereich hinterm Naabtalhaus zu errichten. Dafür gab es Ende 2019 eine entsprechende Baugenehmigung. Doch diese Planung ist nun wieder Geschichte.

Vor kurzem stellte Bürgermeister Sebastian Hartl den Mitgliedern der Oberwildenauer Wehr in einer Online-Veranstaltung die neue Planung vor. Vorangegangen war bereits Ende Januar eine ausführliche Informationsveranstaltung für die Mitglieder des Marktrates sowie ein einstimmiges Votum für die Umplanung in der letzten Marktgemeinderatssitzung am vergangenen Donnerstag.

"Das Problem der bereits genehmigten Planung waren Schwierigkeiten bei der Förderung durch die Regierung der Oberpfalz", erklärte Hartl.

Die örtlichen Gegebenheiten erforderten eine Nachbesserung. So wird nun zusätzlich zu den bisher geplanten fünf Stellplätzen, ein zusätzlicher Stellplatz in Form einer Waschhalle gebaut. Die Waschhalle kann neben den drei Gemeindewehren auch vom Bauhof genutzt werden. Ebenso sieht das neue Konzept vor, auf die Schlauchpflegeanlage zu verzichten, und die freiwerdenden Flächen an anderer Stelle für einen Unterrichtsraum zu nutzen. Hartl betont, dass neben der Führungsspitze der Oberwildenauer Wehr auch die Kommandanten aus Luhe und Neudorf mit eingebunden wurden. "Die Entscheidung wird von allen drei Gemeindewehren befürwortet", so Hartl.

Beim Gespräch vor Ort hebt Planer Josef Schöberl als gravierende Änderung der bisherigen Planung die Anordnung der Stellplatzhallen hervor. Diese seien nicht mehr aufgeteilt, sondern in einer Reihe angesiedelt. Damit könne der Baukörper wirtschaftlicher errichtet werden. Ein weiterer Vorteil sei, dass sich der Haupteingang nicht mehr auf der Nordseite des Feuerwehrhauses befinde, sondern direkt gegenüber des Naabtalhauses. Damit werde das gesamte Areal aufgewertet, lautet die Einschätzung des Planers. Die jetzige Konzeption sehe die Errichtung aller notwendigen Räumlichkeiten auf einer Ebene und in einem Gebäude vor. Auch der Schulungsraum, in der früheren Planung im benachbarten Pfarrheim eingeplant, wird deshalb im neuen Feuerwehrhaus zu finden sein, erklärte Josef Schöberl.

Damit werde das Gebäude auf die Zukunft ausgerichtet, betonte Bürgermeister Hartl. Von den Maßen her ergibt sich für die Halle eine Fläche von 430 Quadratmeter, für die übrigen Räume eine Fläche von rund 500 Quadratmeter. "Moderne Architektur, geradlinig und einfach", so beschreibt Architekt Josef Schöberl das Feuerwehrhaus. Die Fahrzeughalle wird in Stahlkonstruktion errichtet, die Nebenbaukörper in Massivbauweise.

Im Vergleich zu 2017 erhöhen sich die geschätzten Kosten auf rund 1,7 Millionen Euro. Dies ist allerdings weniger der Umplanung, sondern mehr den deutlich gestiegenen Baupreisen geschuldet. Glücklicherweise erhöht sich auch die Fördersumme auf 416.000 Euro. Der Eigenanteil für den Markt beträgt also rund 1,3 Millionen Euro, wobei auch der Feuerwehrverein bereits signalisiert hat sich zu beteiligen. "Unser großer Wunsch ist ein Spatenstich noch in diesem Jahr" so Hartl.

Pläne für Luher Kindergarten

Luhe-Wildenau

Moderne Architektur, geradlinig und einfach.

Architekt Josef Schöberl

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.