03.04.2019 - 11:20 Uhr
MähringOberpfalz

Fast wie am Nockherberg

Ordentlich derbleckt wurde am Fastentrunk der SKK Mähring. Bei "Panzerschmiere" und "Generalstrunk" ließen sich die Gäste von der Laienspielgruppe, Komiker "Hias" und Gstanzl-Sänger Peter Meyer unterhalten.

Elena Kilian, Elias Kaiser und Larissa Kraus beim Einakter "Die Verwechslung".
von Redaktion ONETZProfil

Neben kulinarischen Köstlichkeiten, getarnt als "Offiziershappen" oder "Tellerminen", wurde beim Fastentrunk der SKK Mähring im Jugendheim ein pikantes Comedyprogramm serviert, bei dem keine Missetat ungeachtet blieb. Unter den zahlreichen Gästen waren auch Bürgermeister Josef Schmidkonz, Hausherr Pfarrer Armin Maierhofer und einige Markträte.

Kräftig derbleckt hat Fastenprediger Marcus Kilian als "Bruder Barnabas". "Wenn ganz ehrlich und ungeniert alles afdeckt wird", begann er und hatte dabei nicht nur das Ortsgeschehen und die Kommunalpolitik im Visier. Auch die Bundesregierung sowie Markus Söder samt CSU blieben nicht verschont. Er erzählte von Großkonreuth und dem Umbau ihres "Stodls": "Bei oin Schild is ma owa voreilig gwen, so kann man am Ortsrand von Großkonreuth sehn, ein Schild des weist darauf hi, 0,5 Kilometer ... Schloss Sanssouci". Der angestrebte Bau sei als Schloss falsch benannt, scherzte Kilian. Das neue Ikom-Beschilderungskonzept des Landkreis Tirschenreuth kam ebenso in seiner Predigt vor wie die Feinstaub-Diskussion samt Diesel-Fahrverbot und die geplante Stromtrasse, die vielen "im Grong" liege.

Wasser und Schlaglöcher

Verschont wurden auch Tirschenreuth und Bärnau nicht - sei es dort zu manch kurioser "Platzordnungs-Aktion" vor und in den Rathäusern gekommen. Beim Anblick des neuen Feuerwehrhauses in Tirschenreuth hätten sich "viele die Augen gerieben", witzelte der Fastenprediger. Doch auch in Mähring lief nicht alles rund. So wurde die Auslosung beim Dartturnier des SCM aufs Korn genommen, als die Loskugeln aus dem Lostopf purzelten. Ebenso derbleckt wurde der "Grosteppich", der auf der Straße liege, um Schlaglöcher zu vertuschen.

Auch die Debatte um chlorfreies Trinkwasser in Mähring kam in der Rede von "Bruder Barnabas": "Gott sei Dank ham wir in Mähring keine Brauerei, sonst käm unser Wasser ins Bier mit ei", stieß Kilian mit den Gästen an.

Gstanzl-Sänger Peter Meyer nahm ebenfalls die Straßenverhältnisse auf die Schippe: "Durchfahrt durch Mähring is immer schwierig, wal d´Strouß immer vo wem anders blockiert wird." Auch ein Konflikt zwischen Großkonreuth und Mähring wurde besungen, bei dem auf Trumps Mauerbau an der amerikanisch-mexikanischen Grenze angespielt wurde: "Hoffentlich klärt se des bald auf, sonst wird wohl a Mauer zwischen Kamarath und Mähring baut".

Witz und Theater

Witzeerzähler Matthias "Hias" Reisnecker, der eigentlich Bürgermeister-Witze geplant hatte, sich aber vor einer "Ausbürgerung" bewahren wollte, punktete stattdessen mit einer Geschichte vom Hosenkauf, wie dieser bei Männern und Frauen abläuft. Eine "Hias'sche" Kategorisierung von "männlichen Einkäufern" kam besonders gut an. Den "Relaxer", den "Auf-die-Tasche-Aufpasser" oder den "Schläfer", der beim Shoppen mit der Frau einfach mal kurz wegnickt.

Die Laienspielgruppe Mähring watete mit dem Stück "Die Verwechslung" auf. Dabei ging es um "Leit asren louer" - sonst kommt es schnell zu Missverständnissen, wie das Stück sehr gut verdeutlichte. Einen unterhaltsamen Einakter, der die Gäste begeisterte, lieferten Elias Kaiser, Elena Kilian, Jonas Dybicki, Larissa Kraus, Martin Schöner und Florian Beer. Auch die "guten Seelen" hinter dem Stück - Melanie Kaiser und Anita Raschke - wurden von Regisseur Manfred Raschke gelobt. Auch Hauptorganisator Franz Schöner war ebenfalls voll des Lobes für die Darbietung. Am Ende des Abends wurde der Erlös des Fastentrunks wieder gespendet. Insgesamt 1000 Euro übergab die Soldaten- und Kriegerkameradschaft an zwei gemeinnützige Projekte. 500 Euro erhielt der Heimatverein Mähring. Das Geld werde dafür verwendet, um den Badeteich zu verschönern. Ausschlammen und neu kiesen stehe beim Verein auf der Agenda. Weitere 500 Euro erhielt die Jugendbeauftragte der Marktgemeinde, Elvira Gmeiner, für die Gestaltung des Ferienprogramms.

SKK-Vorsitzender Reinhard Beer betonte, dass das Geld gut investiert ist. Bürgermeister Josef Schmidkonz dankte den Veranstaltern für die Spende und lobte den Fastentrunk, der "jedes Jahr Würze von hinten bis vorne" habe. Beer dankte den Gästen und Pfarrer Armin Maierhofer für die Überlassung des Jugendheims sowie dem fünfköpfigen Jugendteam für die Bewirtung. Organisator Franz Schöner freute sich über einen gelungenen Abend.

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