Harmonisch war die traditionelle Jahresabschlusssitzung der Marktgemeinde Mähring, die beim „Schomerwirt“ in Griesbach stattfand. Bürgermeister Franz Schöner freute sich, nicht nur den Marktgemeinderat, sondern auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung, des Kinderhauses und des Bauhofes begrüßen zu können. Ihnen galt sein besonderer Dank für das Geleistete im vergangenen Jahr. Schöner erinnerte an seinen Start als Bürgermeister vor rund fünfeinhalb Jahren, „in einer ganz schwierigen Zeit, denn es war Corona“. Die Sorgen seien seitdem noch größer geworden, wenn er nur an den Ukraine-Krieg mit all seinen Auswirkungen denke. Nichtsdestotrotz habe man seitdem in der Marktgemeinde einiges auf den Weg gebracht. Der Bereich Seniorenarbeit sei mit der Seniorenbeauftragten der Marktgemeinde, Heidi Gradl, und Quartiersmanagerin Karin Achatz auf einem guten Weg. Die Anschaffung eines Seniorenbusses, der über eine Stiftung finanziert worden sei, habe sich als Volltreffer erwiesen: „Denn dieser Bus wird hervorragend angenommen.“ Schöner ging in seiner Rede auch auf die Infrastruktur in der Gemeinde ein, in der Vieles verbessert werden konnte. Das Baugebiet in Großkonreuth sei nun endlich fertiggestellt worden und voll besetzt, die Gemeindeverbindungsstraße von Großkonreuth nach Dippersreuth wurde saniert. Die Staatsstraße von Mähring nach Großkonreuth sei ebenso saniert worden. In diesem Zusammenhang dankte er dem Straßenbauamt dafür, dass das Fräsgut der Gemeinde zur Verfügung gestellt worden sei. Ein Schmuckstück sei auch die Neugestaltung des Angers in Großkonreuth geworden.
Ein Problem seien die teils drastischen Preissteigerungen im Wasser- und Abwasserbereich. Dadurch müssten die jeweiligen Gebühren erhöht werden. In beiden Bereichen sei einiges verbessert worden, etwa die Erneuerung des Hochbehälters in Griesbach, der Bau der Druckleitung von Poppenreuth nach Mähring oder in Quellsammelschächte in Mähring. Trotz alledem gebe es aber immer noch viele Baustellen, vor allem im Abwasserbereich. Der Kanal in der Binger Straße sei völlig kaputt, er rechne mit mindestens 2 Millionen Euro Baukosten. Auch die Kläranlage in Mähring müsse erneuert werden, Kosten rund 2,5 Millionen Euro. Kosten, die auf die Bürger umgelegt werden müssten, so Schöner. „Das alles ist kein Spaß. Aber wir haben den Weg in die Zukunft beschritten.“
Im Bereich Tourismus sei man auf einem guten Weg, der „Iron-Curtain-Trail“ sei mit dem Highlight, dem Aussichtsturm, abgeschlossen. Auch der Radwegeausbau gehe weiter voran. Er hoffe, dass der weitere Ausbau des Radwegs nach Tirschenreuth in diesem Jahr gestartet werden könne. Im Jahr 2026 stehe auch der Start des Breitbandausbaus an, Kosten rund 3 Millionen Euro. Zwar werde dieses Projekt zu 90 Prozent gefördert, die Marktgemeinde müsse aber vorfinanzieren. Die Sanierung und der Ausbau des Kinderhauses in Großkonreuth soll ebenfalls im Jahr 2026 über die Bühne gehen. Damit wäre die Interimslösung mit dem Feuerwehrhaus Großkonreuth endlich vom Tisch. Schöner: „Ich bin überzeugt, das neue Kinderhaus wird ein Schmuckstück für die Gemeinde.“
Zweiter Bürgermeister German Hartmann dankte dem Bürgermeister im Namen der Markträte für seine Arbeit: „Du sitzt seit fünfeinhalb Jahren ganz vorne, du hast eine gute Arbeit gemacht. Mach weiter so!“ Hartmann verwies darauf, dass sowohl der Bürgermeister als auch die Markträte ehrenamtlich tätig seien: „Wir machen es nicht nur uns, wir machen es für das Wohl unserer Marktgemeinde.“
Im Rahmen dieser Sitzung fanden auch einige Verabschiedungen verdienter Gemeindemitarbeiterinnen und -mitarbeiter statt. Jeweils mit einem Geschenk wurden Christine und Willibald Gradl (Busaufsicht), Lisa Gleißner (Kinderpflegerin), Nadja Polnisch (Reinigungskraft), Wasserwart Hans Lippert und Michael Beier (seit 2018 bei der Marktgemeinde, davon von 2021–2025 Kämmerer) verabschiedet.













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