Mähring
24.04.2026 - 09:05 Uhr

Marktgemeinde Mähring muss keinen Kredit aufnehmen

Einstimmig hat der Marktgemeinderat Mähring des diesjährigen Haushalt verabschiedet. Großes Lob erhielt dabei Kämmerer Andrees Benesch, der erstmals für den Haushalt verantwortlich war.

Die Marktgemeinde Mähring hat den Haushalt 2026 einstimmig befürwortet. Unser Bild zeigt das Rathaus in Großkonreuth. Bild: Konrad Rosner
Die Marktgemeinde Mähring hat den Haushalt 2026 einstimmig befürwortet. Unser Bild zeigt das Rathaus in Großkonreuth.

In nichtöffentlicher Sitzung, die rund zweieinhalb Stunden dauerte, hat am Mittwochabend der Mähringer Marktgemeinderat im Großkonreuther Feuerwehrgerätehaus den von Kämmerer Andreas Benesch erarbeiteten Haushaltsplan 2026 erörtert und diskutiert. Letztendlich hat der Marktrat in der anschließenden öffentlichen Sitzung den Haushalt einstimmig, mit elf zu null Stimmen, befürwortet. Der Gesamthaushalt umfasst ein Volumen von 10.281.831 Euro. Genehmigt wurde auch der Stellenplan und der Finanzplan für die Jahre 2025 bis 2029.

Der Haushalt

Im Pressegespräch am Donnerstagvormittag dankte Bürgermeister Franz Schöner dem Kämmerer noch einmal ausdrücklich für seine umfangreiche Arbeit bei der Erstellung des Haushalts 2026. Der Verwaltungshaushalt hat ein Volumen von 5.676.619 Euro, während der Vermögenshaushalt mit 4.605.212 Euro abschließt. 824.349 Euro werden dem Vermögenshaushalt zugeführt. 27 Prozent des Verwaltungshaushalts sind für Personalkosten angesetzt, die mit rund 1.540.500 Euro zu Buche schlagen. Kreditaufnahmen für Investitionen und Investitionsförderungsmaßnahmen sind nicht vorgesehen. Unverändert bleiben auch die Steuerhebesätze, die aktuell bei 340 von Hundert für die Grundsteuer A, 130 von Hundert für die Grundsteuer B und 320 von Hundert für die Gewerbesteuer sind. Der Höchstbetrag der Kassenkredite zur rechtzeitigen Leistung von Ausgaben nach dem Haushaltsplan wurde auf 900.000 Euro festgesetzt.

Im Haushalt 2026, so Bürgermeister Franz Schöner, sei ein Ansatz von 750.000 Euro an Gewerbesteuereinnahmen eingeplant. Man sei aber positiv gestimmt, dass diese Einnahmen sogar noch höher sein könnten. Der Einkommensteueranteil sei mit 1.117.600 Euro veranschlagt, an Schlüsselzuweisungen erwarte man rund 870.732 Euro. Die Kreisumlage werde voraussichtlich 839.500 Euro betragen und sei damit rund 135.426 Euro weniger als im vergangenen Jahr.

Große Ausgaben

Die größten Ausgaben im Vermögenshaushalt sind mit 745.000 Euro für den Neubau des Kinderhauses vorgesehen. Dazu werde ein Zuschuss von 250.000 Euro vom Sondervermögen der Regierung erwartet. Die Gesamtmaßnahme für diesen Bau, der auf mehrere Jahre veranschlagt ist, werde sich laut Architekt Florian Schabner auf rund 2,5 Millionen Euro belaufen. Kosten verursacht auch der Glasfaserausbau, der im Jahr 2026 und in den beiden folgenden Jahren gut zwei Millionen Euro kosten werde. Jedoch sei dafür ein 90-prozentiger Zuschuss gegeben. Der Bau des Radwegs nach Tirschenreuth, der über die Ikom Stiftland läuft, ist mit 1,4 Millionen Euro veranschlagt, die Förderung dafür werde sich auf 1.085.087 Euro belaufen. Ferner sind Restkosten für das Feuerwehrgerätehaus Griesbach in Höhe von 90.000 Euro sowie für Neuanschaffungen von Spielgeräten für die Kinderspielplätze von 25.000 Euro eingeplant.

Der aktuelle Schuldenstand, so Kämmerer Andreas Benesch, liege derzeit bei 4.738.325 Euro, das bedeute bei einem Einwohnerstand von 1731 Personen eine aktuelle Pro-Kopf-Verschuldung von 2737,33 Euro. Nach Ablauf des Haushaltsjahres 2026 habe der Markt Mähring Rücklagen in Höhe von 532.000 Euro.

Vieles wird teurer

Die Friedhofgebühren für Mähring, Großkonreuth und Griesbach seien entsprechend der Kalkulation angepasst worden; dies sei auch für die Wasser- und Abwassergebühren wünschenswert. Spannend bleibe auch die Entwicklung des Neubaus für die Ganztagsbetreuung, die Kostenentwicklung werde genauestens beobachtet. Nach Fertigstellung müssten die Kinderhausgebühren angepasst werden. Benesch betonte, dass die Betreuung und Förderung der Kinder durch geschultes Personal sehr kostenintensiv sei.

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