24.11.2021 - 11:43 Uhr
MähringOberpfalz

Meilenstein in der Geschichte des Schützenvereins „Linda“ Mähring

Gut 2000 Arbeitsstunden und rund 85.000 Euro haben die Mitglieder des Schützenvereins in die Modernisierung des Schützenheims gesteckt. Die Maßnahme soll auch den Schießsport für den Vereinsnachwuchs attraktiv halten.

Mit einem 41,7-Teiler gewann der 16-jährige Florian Beer die Eröffnungsscheibe. Im Bild (von links) Zweiter Vorsitzender Martin Freundl, Vorsitzender Martin Riedl, Schatzmeister Dieter Beer, Florian Beer, Bürgermeister Franz Schöner, Landrat Roland Grillmeier, Gauschützenmeister Manfred Zölch und Bezirksschützenmeister Harald Frischholz.
von Konrad RosnerProfil

Der Schützenverein „Linda“ Mähring kann wahrlich stolz auf das bisher Erreichte sein. Dies wurde auch in den Grußworten der zahlreichen Ehrengäste zum Abschluss der Renovierungs- und Modernisierungsarbeiten im Schützenheim deutlich herausgestellt. Die „Linda“-Schützen sind zweifellos ein Aushängeschild des Stiftlandgaus.

„Linda“-Vorsitzender Martin Riedl freute sich, am Samstag zum Festabend im Schützenheim auch Landrat Roland Grillmeier, Bezirksschützenmeister Harald Frischholz, Gauschützenmeister Manfred Zölch und Bürgermeister Franz Schöner begrüßen zu können. Sein ganz besonderer Gruß galt den zahlreich vertretenen Mitgliedern und natürlich auch dem Vereinsnachwuchs.

Heizölverbrauch sank spürbar

Schatzmeister Dieter Beer gab anschließend einen umfassenden Einblick in die Renovierungsarbeiten der vergangenen Monate. Im November 2017 wurde mit dem Isolieren der Geschossdecken und der Heizungskanäle begonnen. Dass diese Maßnahme richtig war, zeigten die folgenden Monate, im Schützenhaus war es „gefühlt“ wärmer und auch der Heizölverbrauch sank spürbar. 2018 wurde im Zuge der Standabnahmen beschlossen, elektronische Stände anzuschaffen und so die neuesten technischen Möglichkeiten zu bekommen. 2019 erfolgte dann ein weiterer Bauabschnitt, das Dach des Schützenheims wurde saniert.

2020 wurden die Pläne für die elektronischen Stände konkretisiert: Es wurde beschlossen, eine Disag-Anlage zu kaufen. Doch dann kam Corona. Beer: „Der Sportbetrieb wurde eingestellt, das Vereinsleben kam gänzlich zum Erliegen. Keiner wusste, wie es weitergeht.“ Als es wieder besser wurde, seien die Arbeiten wieder aufgenommen worden, die neue Schießanlage wurde eingebaut, ebenso wurde die Elektrik der Stände erneuert und neue Beamer eingebaut, die Logistik wurde modernisiert. Des weiteren wurde die gesamte Infrastruktur im Schützenheim auf Vordermann gebracht, ehe alle Wände geweißt wurden.

Crowdfundig-Aktionen

Die Gesamtkosten für diese Maßnahme beliefen sich auf rund 85 000 Euro, insgesamt wurden Rechnungen von circa 60 000 Euro bezahlt. Von der Regierung der Oberpfalz erhielt man eine Bezuschussung von 25 Prozent der förderfähigen Kosten, rund 16 000 Euro. Hätte man den Antrag zwei Jahre später gestellt, wäre die Bezuschussung 55 Prozent gewesen, berichtete Beer. Fast 2000 Stunden an Eigenleistung im Gesamtwert von 26 500 Euro wurden erbracht. Beer ist sich jedoch sicher, dass zahlreiche Arbeitsstunden gar nicht erfasst beziehungsweise gar nicht gemeldet wurden. Durch die Crowdfunding-Aktion „99 Funken“ der Sparkasse wurden 1000 Euro für die Lichtanlage gespendet. Die Crowdfunding-Aktion „Viele schaffen mehr“ der Volks- und Raiffeisenbank für die elektronischen Schießstände erbrachte sogar 5000 Euro. Sensationell auch das Engagement der Mähringer Schützenjugend, die mit diversen Aktionen immer wieder aktiv ist. Satte 5800 Euro steuerte sie so für die Anschaffung der elektronischen Schießstände bei. Beer: „Ein Dank an unsere Jugend. Macht weiter so, habt Spaß an unserer Gemeinschaft und an unseren schönen Schießsport.“ Beers Dank galt nicht nur allen Helfern, Freunden und Gönnern, sein Dank galt auch der „jungen“ Vorstandschaft. Der Vorstandswechsel erfolgte während der zahlreichen Arbeiten, und verlief trotz Corona ohne Probleme. „Wir können alle auf unseren Schützenverein stolz sein“, sagte Beer.

Neue Trainingsgruppe

„Mit dieser Renovierung haben wir einen Meilenstein in der Geschichte unseres Vereins gesetzt“, war sich der Schatzmeister sicher. Dies auch mit dem Hintergrund, dass die „Linda“-Schützen weiterhin stark auf die Nachwuchsarbeit setzen und eine Trainingsgruppe (ab acht Jahre) ins Leben riefen. Nach dem Lockdown seien alle Kinder wieder zum Training gekommen, 16 neue Mitglieder konnten dadurch gewonnen werden. Mit den zehn neuen Schießständen sei nun natürlich die Euphorie noch mehr angestiegen.

Landrat Roland Grillmeier zeigte sich in seinem Grußwort beeindruckt von den Leistungen der Mähringer Schützen. Mit den Eigenleistungen sei etwas ganz Außergewöhnliches geschaffen worden. Lob zollte er auch für die hervorragende Jugendarbeit, die beispielhaft sei. „Ihr habt den Schützenverein für die Zukunft gerüstet.“

Auch Bezirksschützenmeister Harald Frischholz und Gauschützenmeister Manfred Zölch sparten nicht mit Lobesworten. Der Schützenverein „Linda“ Mähring sei ein Vorzeigeverein.

Eröffnungsscheibe für Florian Beer

Bürgermeister Franz Schöner betonte, dass die Marktgemeinde stolz darauf sein könne, solch rührige Vereine zu haben. Dabei hob er besonders das ehrenamtliche Engagement hervor. Übrigens, die Eröffnungsscheibe gewann der 16-jährige Florian Beer, das schießsportliche Aushängeschild des Vereins, mit einem 41,7-Teiler.

Die Jungschützen durften bereits im Mai die neue Anlage nutzen

Mähring

Landrat Roland Grillmeier

„Ihr habt den Schützenverein für die Zukunft gerüstet.“

 

 

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