Herbstlich geschmückt mit Blättern und Teelichtern war die Moritzkirche bei der Atempause für die Seele. Es ging um den Herbst des Lebens. Die Texte, die Rita Bayer und Gerti Münch vortrugen, passten zum Thema. Einer handelte von Blättern des Lebensbaumes. Braune hässliche Blätter stehen für Ungeduld, Neugier, Rechthaberei, Klatsch und Tratsch. Die schönen bunten Blätter stehen für Freundlichkeit, Ehrlichkeit, Fleiß, Ausdauer und Zuverlässigkeit. Eine Betrachtung war: Wenn ich mein Leben nochmal leben könnte, ich würde versuchen mehr Fehler zu machen, nicht so perfekt sein wollen, mehr entspannen.
Ein anderer Text ging um ein Geschenk des Himmels: Manche Menschen wissen nicht, wie wichtig es ist, dass sie einfach da sind, wie wohltuend ihre Nähe ist. „Der uns behütet schläft nicht“, war auch eine Erkenntnis. Es wurde gebeten: Segne Herr, die kleinen Anfänge, in denen die Vielfalt des Lebens aufleuchtet, die kleinen Lichtfunken, die in dunklen Nächten wärmen, jeden Augenblick, der das Leben durchlässig macht für deine Gegenwart.
Die Familienmusik Schmid aus Heinrichskirchen, die aus Mutter, Töchtern und Enkelin besteht, umrahmte mit Flöte, Gitarre und Gesang die Atempause mit passenden Liedern. Da die Mama am nächsten Tag den 66. Geburtstag feiern konnte, sangen ihr alle Besucher schon am Vorabend ein Ständchen. Die Familie nimmt immer den Weg von insgesamt 120 Kilometern auf sich, um ab und zu die Atempausen zu bereichern.
Pfarrer Hans Bayer, der in Heinrichskirchen einige Jahre Seelsorger war und nun im Ruhestand ist, war auch unter den Gästen. Die nächste Atempause ist im Januar. Das Atempauseteam schenkte anschließend noch Gewürztee zum Aufwärmen aus.













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