Nach der Wahl zum Stimmkreisabgeordneten im Landtag am vergangenen Sonntag hat Bürgermeister Stephan Oetzinger am Mittwoch, 17. Oktober, in einem Brief an seine Stellvertreterin Rita Steiner die Entlassung aus dem Amt als Erster Bürgermeister mit Ablauf des 4. November 2018 gestellt. Am Donnerstagnachmittag informierte der Rathauschef zunächst die Belegschaft des Marktes und anschließend auch die Fraktionsvorsitzenden.
In dem Schreiben an Steiner bedankt sich der 34-Jährige für das entgegengebrachte Vertrauen des Marktgemeinderats und wünscht der Kommune und ihren Bürgern alles Gute und Gottes reichen Segen. Es sei ihm eine Ehre gewesen, seinem Heimatort als Bürgermeister dienen zu dürfen. Oetzinger war seit 23. Mai 2012 erster Bürgermeister und zuvor schon seit 8. Mai 2008 Stellvertreter von Josef Wittmann.
Nun will sich Oetzinger voll und ganz der neuen Aufgabe im Maximilianeum widmen. Der Wählerauftrag sei für ihn Ansporn und Verpflichtung. Aber auch der Markt habe ein Anrecht auf einen Gemeindechef, der sich zu 100 Prozent für ihn einsetze. Er, Oetzinger, wolle kein Amt "so halb, halb machen". Mantel hat zwar einen ehrenamtlichen Bürgermeister, Oetzinger hat das Amt aber in Vollzeit ausgeübt.
Das Wahlgesetz sieht vor, dass innerhalb von 90 Tagen ein neues Gemeindeoberhaupt zu wählen ist. Den Termin bestimmt das Landratsamt. Ab 5. November wird Rita Steiner (CSU) vorübergehend die Amtsgeschäfte führen.
Wer soll neuer Gemeindechef werden? Oetzinger erklärt als CSU-Kreisvorsitzender, der Ortsverband Mantel habe zahlreiche geeignete Bewerber. Doch für viele Manteler steht fest, dass alles auf den dritten Bürgermeister Richard Kammerer hinauslaufen dürfte. Der 49-jährige Teiledienstleiter der Weidener Göppl Fahrzeugbau GmbH ist ein Alteingesessener. "An Mantel liegt mir etwas. Das Amt des Bürgermeister ist reizvoll", sagte er am Donnerstag gegenüber Oberpfalz-Medien. Die Partei werde das besprechen und dann eine Lösung anbieten. Wenn die Partei hinter ihm steht, wird er wohl antreten.
Die Freien Wähler winken ab. Sie würden in der Fraktionssitzung am Abend darüber reden, sagte Sprecher Franz Sperl. Aber er könne sich keinen Kandidaten aus ihren Reihen vorstellen. Noch sehr großen Redebedarf sieht die SPD-Chefin Andrea Bertelshofer. Die Genossen hätten nicht gedacht, dass sich Oetzinger so schnell aus dem Rathaus zurückzieht. Eine Kandidatur werde nicht einfach.













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