14.01.2020 - 10:47 Uhr
MantelOberpfalz

Führungswechsel bei der Selbsthilfe Mantel

Die Manteler Organisation hat seit ihrer Gründung über 1150 Sterbefälle betreut. Seit zehn Jahren hat Stephan Oetzinger den Vorsitz inne. Doch bei der nächsten Generalversammlung will er nicht mehr kandidieren.

von Eva SeifriedProfil

Ein arbeitsreiches Jahr liegt hinter der Selbsthilfe Mantel. „Mit 34 Sterbefällen im vergangenen Jahr haben wir so viele Sterbefälle wie in keinem anderen Jahr betreut,“ zog Vorsitzender und Landtagsabgeordneter Stephan Oetzinger im Rahmen einer Vorstandssitzung Bilanz, in der er zugleich ankündigte, bei der Jahreshauptversammlung am 1. März nicht mehr zu kandidieren.

Insbesondere Hauptkassierin Ulrike Schiller sowie die beiden Unterkassiere Christine Dirrigl und Ingrid Zwerenz, von denen letztere aus gesundheitlichen Gründen ihr Amt aufgeben musste, hatten alle Hände voll zu tun, um die schnelle und unbürokratische Auszahlung des Sterbegelds in Höhe von derzeit 1525 Euro zu gewährleisten. Ihnen dankte der Vorsitzende ganz besonders für ihr Engagement.

Demnächst steht ein Führungswechsel an. Nach zehn Jahren als Vorsitzender wird sich Oetzinger nicht erneut zur Wahl stellen. Als Nachfolger wird Bürgermeister Richard Kammerer kandidieren. „Die Arbeit im Verein, dem mit rund 1400 Mitglieder größten Verein und Sozialwerk unseres Marktes, hat immer große Freude gemacht, vor allem, weil wir ein ausgezeichnetes Vorstandsteam haben,“ sagte Oetzinger, „Doch ist nach zehn Jahren ein guter Zeitpunkt, das Amt in andere Hände zu legen, zumal die Personalunion aus Bürgermeister und Vorsitzender der Selbsthilfe ideal ist.“

In den vergangenen zehn Jahren konnte unter anderem zweimal das Sterbegeld auf die aktuell stolze Summe von 1525 Euro erhöht werden und das bei einem Beitrag von nur 1,20 Euro pro Sterbefall.

„Die Selbsthilfe ist eine einmalige Einrichtung, die es so nur in Mantel gibt. Seit unserer Gründung haben wir mittlerweile über 1150 Sterbefälle betreut und über eine dreiviertel Million Euro an Sterbegeld an Hinterbliebene ausbezahlen können,“ führte Oetzinger weiter aus. Wichtig sei, dass auch weiterhin neue Mitglieder für den Verein gewonnen werden. Jeder Einwohner von Mantel, der das 35. Lebensjahr noch nicht vollendet habe, könne beitreten. Im Rahmen der diesjährigen Generalversammlung, die am Sonntag, 1. März, um 15 Uhr in der Gaststätte Hallermichl stattfindet, wird Renate Buchfelder von den Maltesern einen Vortrag zum Thema Hospizarbeit halten.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.