05.04.2020 - 11:39 Uhr
MantelOberpfalz

Infoblatt zur Selbsthilfe bei Sterbefällen in Mantel

Die Selbsthilfe Mantel muss sich beim Kassieren des Sterbegeldes der Coronakrise anpassen. Die neue Homepage bietet viele Informationen.

Christine Dirrigel ist in diesen Tagen unterwegs, um die Hinweiszettel für die Überweisung oder Einwurf der Beiträge im geschlossenen Umschlag in ihren Postkasen an die Mitglieder der Selbsthilfe zu verteilen.
von Eva SeifriedProfil

In Krisenzeiten wie momentan in der Corona-Krise sind Sozialwerke wie die Selbsthilfe Mantel e.V. als Unterstützungseinrichtung bei Sterbefällen wichtiger denn je. Die Selbsthilfe Mantel ist nun stolz auf die neue Homepage www.selbsthilfe-mantel.de. Diese bietet wichtige Informationen zu allem, was mit dem Verein und der Organisation zusammenhängt.

Seit der Gründung des Vereines im Jahre 1926 ist die Selbsthilfe Mantel e.V. ein wichtiges Sozialwerk bei Sterbefällen. Derzeit wird die Selbsthilfe Mantel von Richard Kammerer geführt, Stellvertreter ist Thomas Magerl. Ein wichtiges Amt übt die die Kassiererin Ulrike Schiller mit Unterkassiererin Christine Dirrigl aus. Schriftführerin ist Monika Puff. Als Beisitzer unterstützen Evi Jankowski, Wolfgang Reil, Gerhard Seiser und Franz Sperl den Vorstand. Die Kasse prüfen Manfred Barth und Günther Sparrer.

Die Unterstützungseinrichtung hat sich seit der Gründung dem Ziel verschrieben, im Sterbefall unbürokratische und schnelle Hilfe aus den Mitteln aller Mitglieder für die Hinterbliebenen zu leisten. Das aktuelle Sterbegeld, welches nach der Satzung sofort fällig ist, beträgt seit 19. Februar 2018 1525 Euro. Bei den Mitgliedern wird nur bei einem Todesfall in bar oder per Bankeinzug seit 1. März 2013 ein Beitrag von 1,20 Euro je Sterbefall kassiert. Am 31. Dezember zählte das Sozialwerk 1330 Mitglieder. 2019 gab es 34 Sterbefälle zu betreuen, seit 1926 waren dies 1182. Das durchschnittliche Alter der Mitglieder ist 58 Jahre, das durchschnittliche Eintrittsalter 27 Jahre. Seit 1926 wurden 808.216,69 Euro ausbezahlt.

Damit das Sozialwerk weiterhin so gut funktioniert, sind ständig neue Mitglieder sehr wichtig. Bis zum 35. Lebensjahr kann jeder Mantler oder Einwohner der Ortsteile und dessen Partner Mitglied werden mit einer Karenzzeit sogar bis zum 40. Lebensjahr. Die Manteler sollten in der Familie und bei Freunden und Bekannten in Mantel Werbung machen, damit die Selbsthilfe weiter so erfolgreich weiter arbeitet kann.

Wie Bürgermeister und Vorsitzender Richard Kammerer erklärt, ist bei Entstehung des Vereins vor 94 Jahren, als große Not herrschte, die Bevölkerung zusammengerückt, um zu helfen. Genau wie in der aktuellen, schwierigen Coronakrise. Auch jetzt zeigen sich Bürger solidarisch und helfen ihren Mitmenschen. Ansprechpartner für Neuaufnahmen sind vor allem Unterkassiererin Christine Dirrigl und Vorsitzender Richard Kammerer.

Da Dirrigl wegen der aktuellen Lage nicht wie gewohnt die Sterbebeiträge persönlich bei den Mitgliedern kassieren kann, finden die Mitglieder in der nächsten Zeit ein Infoblatt im Postkasten. Dort steht, welcher Beitrag im Einzelnen fällig ist. Die Mitglieder können binnen zehn Tagen den Beitrag auf das Konto der Selbsthilfe bei der Volksbank-Raiffeisenbank Nordoberpfalz überweisen: IBAN: DE18 7539 0000 0006 5316 01 oder in verschlossenem Umschlag in den Postkasten bei Christine Dirrigl, Drosselweg 2, oder bei Ulrike Schiller, Kettelerstraße 10, einwerfen. Die Selbsthilfe hat keinen großen Kassenbestand. Darum ist es wichtig, dass alle nach Aufforderung ihre Beiträge leisten.

Auf der Homepage der Selbsthilfe gibt es noch Informationen für Todesfälle und Kontaktadressen. Interessant auch die Chronik seit dem Jahr 1926.

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