26.10.2018 - 14:32 Uhr
MantelOberpfalz

Klagen zur Kirwa in Mantel

Zur Kirwa ist der ganze Markt auf den Beinen. In Mantel aber leidet das Fest seit einiger Zeit unter Besuchermangel, sagt ein Freier Wähler, der diesmal mehr als nur Gäste vermisst.

Dem neuen Festplatz gibt Friedrich Janner von den Freien Wählern die Schuld, dass die Manteler Kirwa schlecht besucht sei.
von Wolfgang Ruppert Kontakt Profil

Seit einigen Jahren laufe die Kirwa in Mantel schlecht. Der neue Festplatz auf der Straße in Richtung Grafenwöhr und Hüttn locke wenig Besucher an, meint Friedrich Janner von den Freien Wählern. Sonst habe der Ortsverband immer am Kirwa-Sonntag seinen Kirwa-Kaffee veranstaltet, dabei Kaffee und Kuchen verkauft. In diesem Jahr werden die Freien Wähler nicht mit dabei sein, bestätigt Friedrich Janner per Telefon. "Ich bin vor Kurzem am Festplatz vorbei gefahren und habe gesehen, dass keine Schausteller da sind", erklärt er. Darauf hin habe er bei der Gemeinde nachgefragt. Es sei ihm bestätigt worden, dass alle Schausteller abgesagt hätten.

Nachdem die Gemeinde den alten Festplatz verkauft hatte, wurde ein neuer an anderer Stelle errichtet. "Seitdem ist die Kirwa schlecht gelaufen", meint Janner. "Das wurde von der Bevölkerung nicht so wirklich angenommen." Im Gegensatz zum alten Festplatz sei der Standort des neuen nachteilig. "Der alte war direkt im Zentrum bei der Feuerwehr", erinnert er sich. Wer Mantel kenne, der wisse, dass zwischen der einen Ecke und der anderen rund 1,5 Kilometer lägen. "Der Platz ist ungünstig gelegen", glaubt er. "Wenn da keine Schausteller mehr sind, ist das auch keine richtige Kirwa mehr", fasst er zusammen. Das sei schade, weil der Kirwa-Kaffee eigentlich immer gut angenommen worden sei. "Die Kirwa war auch Begegnungsstätte. Weder gibt es noch ein Angebot für Kinder noch für Erwachsene."

Der alte Festplatz hingegen verwaise. Janners Wissen nach habe man nichts mehr vom neuen Besitzer gehört. Dieser möchte dort ein Seniorenheim bauen. "Das ist sehr bedauerlich, weil die Gemeinde in Vorleistung gegangen ist, damit der Bau so schnell wie möglich losgehen kann", meint der Ortsvereinsvorsitzende.

Für Bürgermeister Stephan Oetzinger stellt sich der Verhalt anders dar. Die Manteler Kirwa sei noch nie eine große Schausteller- oder Zeltkirwa, sondern schon immer Wirtshauskirwa gewesen. Einmal sei der Versuch gestartet worden, die Kirchweih zentral abzuhalten. "Allerdings waren da die Gastronomen nicht gerade begeistert. Sie haben das als Konkurrenzveranstaltung gesehen", erklärt der Bürgermeister. Schon immer hätten die örtlichen Vereine in ihren Gaststätten gefeiert. "Genau dort findet die Kirwa auch statt", sagt Oetzinger.

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