08.11.2018 - 17:20 Uhr
MantelOberpfalz

Manteler wählen am 3. Februar neuen Bürgermeister

Der Termin für die Bürgermeisterwahl steht. Alle drei im Marktrat vertretenen Parteien treten an. Aber eine Partei macht aus ihrem Bewerber ein Geheimnis.

Richard Kammerer (CSU).
von Martin Staffe Kontakt Profil

Das Landratsamt Neustadt hat jetzt den 3. Februar 2019 für die Bürgermeisterwahl festgelegt. Rund 2300 Männer und Frauen sind laut Einwohnermeldeamt berechtigt, ihre Stimme abzugeben. Wie bei der Landtagswahl werden drei Wahllokale eingerichtet. Hinzu kommen zwei Briefwahlbezirke.

Inzwischen steht fest, dass neben der CSU auch die Freien Wähler und die SPD eigene Bewerber ins Rennen um die Nachfolge von Stephan Oetzinger schicken, der vom Chefsessel im Rathaus in den Landtag gewechselt ist. Die Parteien haben Zeit bis Donnerstag, 13. Dezember, 18 Uhr, ihre Kandidatenvorschläge beim Landratsamt in Neustadt einzureichen. Das neue Gemeindeoberhaupt wird nach einem Beschluss des Marktrats nicht mehr ehrenamtlich, sondern hauptberuflich tätig sein.

Die CSU trifft sich am Montag, 12. November, zur Vorstandssitzung. Mit dabei sind auch die Junge Union und die Frauen-Union. Vorsitzender Christoph Müller geht davon aus, dass die Arbeitsgemeinschaften den Vorschlag der CSU mittragen und dann entweder noch Ende November oder Anfang Januar Richard Kammerer zum Bürgermeister-Kandidaten küren. Der 49-jährige Teiledienst-Leiter der Weidener Firma Göppel Fahrzeugbau GmbH ist dritter Bürgermeister und Vorsitzender des Vereinskartells.

Die Nominierungsversammlung der Freien Wähler ist für Dienstag, 27. November, anberaumt. Der Parteivorstand hat sich am Dienstag einstimmig für den Vorsitzenden Friedrich Janner ausgesprochen. "Mit ihm geht ein politisches Schwergewicht an den Start", heißt es in einer Pressemitteilung. Janner ist seit 10 Jahren Mitglied im Marktrat. Der gebürtige Manteler scheue sich nicht, auch unangenehme Themen anzusprechen.

Möglich geworden sei die Kandidatur nicht zuletzt durch die Entwicklung im familiären und beruflichen Bereich. "Mein landwirtschaftlicher Betrieb läuft auf kurz oder lang aus", erklärt Janner. Seine Kinder hätten kein Interesse an der Landwirtschaft. "Und das ist auch gut so, denn die Landwirtschaft hat sich nicht vorteilhaft entwickelt", bedauert der Kommunalpolitiker. Der 50-Jährige ist mit der Pfarrsekretärin Kerstin Janner verheiratet und aktives Mitglied der Feuerwehr. Ferner engagiert sich der passionierte Jäger in der Jagdgenossenschaft.

Und auch die SPD hat einen Kandidaten oder eine Kandidatin, bestätigt Andrea Bertelshofer. Wer das ist, wollte die Vorsitzende aber nicht sagen. Nur so viel: Der Vorstand hat einmütig beschlossen, vor der Nominierungsversammlung am Freitag, 30. November, keinen Namen zu nennen.

In Frage kommen dürfte die Fraktionschefin im Marktrat, Daniela Fuhrmann. Die 52-jährige Lehrerin verwies am Donnerstag ebenfalls auf den Vorstandsbeschluss. "Wir wollen den Deckel drauf halten."

Friedrich Janner (Freie Wähler).

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