11.11.2019 - 11:42 Uhr
MantelOberpfalz

Marktrat Mantel beschließt: Zuschuss für Zisternen

Ein ähnliches Programm war vor einigen Jahren mangels Interesse eingestampft worden. Doch nun will es der Marktrat von Mantel erneut versuchen: Er fördert die Errichtung von Regenwasserzisternen.

von Eva SeifriedProfil

Anlass der Debatte war ein Antrag der CSU-Fraktion, ein Förderprogramm zur Errichtung von Zisternen oder Regenwassernutzungsanlagen auf Privatgrund einzurichten. Der Eigentümer sollte nach Vorlage der Rechnung einen Zuschuss von 20 Prozent der Kosten, maximal aber 800 Euro erhalten.

Sitzungsleiter Richard Kammerer hob hervor, dass die Steinwaldgruppe ständig darauf hinweise, dass kostbares Trinkwasser gespart werden solle. Siegfried Janner von der CSU erklärte, dass die Unterstützung vor allem für Häuslebauer aber auch für alle anderen Haushalte gedacht sei. Als vernünftige Sache bezeichnete Daniela Fuhrmann von der SPD die Maßnahme. Sie wollte die Förderung jedoch vorerst auf drei Jahre begrenzt sehen, damit die Bürger möglichst schnell handeln.

Friedrich Janner (FWG) ermahnte dazu, dass das Zisternenwasser dann aber nicht in heißen Sommern zum Rasen sprengen genutzt werden sollte, denn auch Regenwasser sei kostbar. Bernhard Weigl (SPD) erinnerte daran, dass ein früheres Programm dieser Art mangels Interesse eingestampft wurde. Dennoch vertrat er die Meinung: „Das würde sich auch für das Rathausgebäude anbieten.“ Johann Gurdan von der CSU könnte außerdem eine Regenwasserzisterne für die Mehrzweckhalle vorstellen und seine Parteikollegin Rita Steiner sprach sich für einen Appell an die Bevölkerung aus, das Zisternenwasser nicht zu verschwenden. Das Förderprogramm wurde mit einer zeitlichen Begrenzung auf drei Jahre eingeführt.

Festgestellt und genehmigt wurde außerdem die Jahresrechnung 2018. Laut Christine Härtl vom Rechnungsprüfungsausschuss gab es keine wesentlichen Beanstandungen. Einstimmig genehmigt wurden auch die überplanmäßigen Ausgaben im Haushaltsjahr 2018 in Höhe von 105 401,75 Euro im Verwaltungshaushalt sowie in Höhe von 11 662,26 Euro im Vermögenshaushalt.

Für verschiedene Maßnahmen der Städtebauförderung wurde für das Jahr 2020 ein Bedarf von 397 000 Euro ermittelt. Die Verwaltung wurde beauftragt, die notwendigen Unterlagen bei der Regierung der Oberpfalz einzureichen. Grünes Licht gab es außerdem für den Antrag auf Neubau einer Doppelgarage im Starenweg sowie für den Neubau eines Einfamilienhauses in der Etzenrichter Straße.

Bei der nächsten Sitzung des Marktgemeinderates am 3. Dezember um 18 Uhr wird die Firma Ratisbona den Verlauf der Baumaßnamen für den neuen Netto-Markt vorstellen und auch ein Tankstellenbetreiber stellt sich vor.

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