29.08.2018 - 15:58 Uhr
MantelOberpfalz

Oberpfälzer nicht unterschätzen

Die alte Schule in Mantel wird zu einem Gemeindezentrum umgebaut. Das Gebäude soll energiesparend sein und Barrierefreiheit garantieren. Der Bund fördert die Maßnahme, und eine Ministerin zeigt sich beeindruckt.

Architekt Sebastian Grundler (links) und Bürgermeister Stephan Oetzingen, auch Landtagskandidat der CSU, führen Ministerin Kerstin Schreyer (Vierte von rechts) durch das künftige Gemeindezentrum von Mantel.
von Wolfgang Fuchs Kontakt Profil

(fuw) Die Schule wird zu einem Gemeindezentrum umgebaut. "Angeleiert" habe das die Kommune, erklärte Architekt Sebastian Grundler. Weil das 1965 errichtete Gebäude nicht mehr heutigen Anforderungen entspricht, hatte sich die Gemeinde für das Kommunalinvestitionsprogramm (KIP) beworben, das finanzschwache Gemeinden aus Bundesmitteln fördert.

Stephan Oetzinger, Bürgermeister und Landtagskandidat der CSU, berichtete, dass die Marktgemeinde eine Fördersumme von 90 Prozent, also einen Zuschuss in Höhe von 798 000 Euro genehmigt bekommen habe. Die Gesamtkosten lägen bei 1,3 Millionen Euro, erfuhr die Ministerin bei ihrem Rundgang durch die Baustelle. Das neue Gemeindehaus wird gut 600 Quadratmeter Nutzfläche haben. Über zwei Räume kann dann die Eltern-Kind-Gruppe verfügen, des Weiteren wird es einen Sitzungssaal, einen Büroraum, ein Trauzimmer, ein Museum, ein Gemeinde-Archiv sowie einen Raum für die Außenstelle der Tafel Weiden geben. Schreyer gab sich beeindruckt: "Spannend, so viel Platz für viele soziale Belange."

"Ungefähr zwei Jahre haben Antragstellung und Planung beansprucht", schätzte Grundler. Seit Mai wird umgebaut. "Das Gebäude ist etwas kleiner und somit effektiver geworden." Die energetische Sanierung sei bereits umgesetzt, die Barrierfreiheit unter anderem durch einen Aufzug gewährleistet.

Einige Dinge fehlten noch wie etwa die Inbetriebnahme der Heizungsanlage und die Außenanlagen. Bis Ende November soll alles fertigt sein, prognostizierte der Architekt.

Bei der Planung und Umsetzung habe er sich streng an den Maßgaben des KIP orientiert, gestalterisch aber durchaus Freiheiten genossen. Es sei ihm wichtig gewesen, den Räumen einen hellen und freundlichen Charakter zu verleihen, "viel Licht durch große Fenster". Bei der Auswahl des Bodenmaterials habe er sich für ein pflegeleichtes und strapazierfähiges Material entschieden, das nachhaltig ist und gegebenenfalls auch ausgetauscht werden kann. "Respekt", sagte Schreyer. "Man darf die Oberpfälzer nicht unterschätzen."

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