08.08.2019 - 15:01 Uhr
MantelOberpfalz

Sieben Einsätze an einem Tag

18 Feuerwehranwärter erlebten einen Tag voller Einsätze. Am Ende hatten sie Eindrücke davon gewonnen, was auf einen Berufsfeuerwehrmann zukommen kann.

Wenn die Jugendlichen beim Berufsfeuerwehrtag nicht auf einem Einsatz waren, renovierten sie das Spritzenhaus, das für Kinderbelustigung verwendet wird.
von Eva SeifriedProfil

Zwischen 8 Uhr und 20 Uhr durchlebten die Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren einen Tag mit vielen Aufgaben, Übungseinsätzen und Eindrücken. Zum offiziellen Dienstbeginn erfolgte die Übergabe und Einweisung der Jugendlichen. Zusätzlich wurde die Übungseinsatzleitstelle besetzt. Diese nahm den ganzen Tag die Einsätze entgegen und alarmierte die entsprechenden Fahrzeuge.

Die 18 Feuerwehranwärter übernahmen die Funktionen des Gruppenführers, der Angriffs-, Wasser- und Schlauchtrupps sowie des Melders. Zum Einsatz kamen das Löschgruppenfahrzeug LF8/6 und das Mannschaftstransportfahrzeug (MTW). Erfahrene Maschinisten fuhren zu den verschiedenen Einsatzorten und bedienten sie nach Anweisung des Gruppenführers.

Die Trupps überprüften gerade gemeinsam die Fahrzeuge auf Vollständigkeit der Ausrüstung, als der erste Alarm ertönte. Im Gemeindezentrum hatte ein defekter Rauchmelder einen Fehlalarm ausgelöst. Die Feuerwehranwärter begannen dann mit der Reinigung der Fahrzeughalle und mit der Renovierung des Spritzenhauses.

Der zweite Einsatz ließ nicht lange auf sich warten. Diesmal musste eine Freifläche am Baggerweiher gelöscht werden. Eine bewusstlose Person am Hochbehälter beim Kellerhaus rief die Besatzung des MTW auf den Plan. Gezielt zeigten die Jugendlichen ihr Können beim richtigen Herangehen an den "Bewusstlosen" und brachten ihn in die stabile Seitenlage. Dabei lernten sie den Inhalt des Sanitätsrucksacks kennen.

Nach Rückkehr der Mannschaft gab es Pizzasemmeln zum Mittagessen, bevor es wieder zur Reinigung des Gerätehauses, Fahrzeugkunde und „Spritzenhaussanierung“ ging. Die Besatzungen tauschten die Fahrzeuge und auch die Funktionen wurden neu eingeteilt.

Einsatz Nummer vier erforderte alles Können der Jugendlichen. Am „Alten Festplatz “ im Pumpenhaus, das mit einer Nebelmaschine verraucht war, waren zwei vermisste Personen zu finden und der „Brand“ durch Legen einer langen Schlauchleitung, sowie Ansaugen von Löschwasser aus der Naab zu löschen. Für den Atemschutzeinsatz kamen Atemschutzflaschen-Attrappen zum Einsatz. Trotz schwierigem Zugangs wurden die zwei Vermissten schnell gefunden und gerettet.

Am Nachmittag gab es Eis, Wassermelone und Kuchen, sowie Basketball und Tanzeinlagen als Sporteinheiten, bevor es zum nächsten Einsatz ins Gewerbegebiet „Luderhäusl“ ging. "Baum über der Fahrbahn" lautete die Meldung. Mit einer Handsäge zerteilten die Jugendlichen die beiden Stämme in mehrere Stücke und säuberten danach die Fahrbahn.

Kaum zurück ertönte erneut der Alarm. Stichwort „Kleintierrettung, Katze auf Baum“. Die Mannschaften rückten zur Eiche hinterm Netto aus, um mittels Steckleiter eine Stoffkatze vom Baum zu retten. Nach wenigen Minuten übergaben die Helfer das Kätzchen der besorgten Besitzerin. Während des Vorbereitens des Grills für das Abendessen, ertönte der Alarm zum letzten Mal. Wieder wurde eine bewusstlose Person gefunden, diesmal am Parkplatz zum Waldforum in Rupprechtsreuth. Die neue Besatzung des Mannschaftstransportwagens rückte aus und leistete Erste Hilfe. Die Erklärung des Sanitätsrucksackes bildete den Abschluss des Einsatzes.

18 Mitglieder der Jugendfeuerwehr Mantel erlebten einen ganzen Tag mit vielen verschiedenen Einsätzen und konnte so einschätzen, wie es einem Berufsfeuerwehrmann einen ganzen Tag lang so ergeht.
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