Gottesdienst unter freiem Himmel

Der Glaube und die Zusammenkunft ist den Mitgliedern der Kolpingsfamilie wichtig. Wie sehr, das zeigt ein Feldgottesdienst auf dem Schlögelsmühlfelsen, der sehr gut besucht ist.

Auch wenn in diesem Jahr der Grill nicht angeschürt wurde, kamen zu dem Gottesdienst auf dem Schlögelsmühlefelsen zahlreiche Gläubige.
von Autor DÜProfil

Seit mittlerweile über 40 Jahren treffen sich die Kolpingfamilien aus Kastl und Lauterhofen zu einem gemeinsamen Feldgottesdienst auf dem Felsen gegenüber der Ortschaft Schlögelsmühle. So fanden sich auch in diesem Jahr überraschend viele Kolpingsschwestern und -brüder sowie Besucher zum Feldgottesdienst auf dem Schlögelsmühlfelsen ein.

Bezirkspräses und Präses der Kolpingsfamilie Lauterhofen, Pfarrer Gerhard Ehrl, ging in seiner Predigt unter dem Thema "Bauen wir unser Leben auf Fels - wie Thomas und Adolph Kolping" auf die Lebenswege der beiden ein. Ehrl beleuchtete das Leben des Apostels Thomas. In Galiläa geboren, gehörte den Zwölf Apostel an, er starb im Jahr 72 in Kalamina, dem heutigen Mailapur bei Madras in Indien.

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Der Präses sprach auch über das Leben von Adolph Kolping, der vom Schuhmacher zum Priester, Sozialreformer und damit Wegbereiter für die katholische Sozialbewegung und Vorbild geworden ist. Adolph Kolping wurde als Sohn eines Schäfers 1813 in Kerpen geboren. Nach seiner Ausbildung zum Schuhmacher ging er als Geselle nach Köln. Dort lernte er die Lebensumstände der Handwerker kennen. Nachdem er sein Abitur nachgeholte hatte studierte er von 1841 bis 1844 Theologie und wurde 1845 in der Minoritenkirche in Köln zum Priester geweiht. Seine erste Kaplan-Stelle trat er in Elberfeld (heute Wuppertal-Elberfeld) an, wo er mit den Menschen in Kontakt kam, die nicht von den Auswirkungen der Industrialisierung profitierten.

In Elberfeld lernte Adolph Kolping den Volksschullehrer Gregor Breuer kennen, der sich als erster der Not der Arbeiter annahm. Nachdem Kolping nach Köln zurückgekehrt war, gründete er am im Mai 1849 den Katholischen Gesellenverein. Von da an verbreitete sich die Idee seines Werkes in ganz Deutschland, Europa und der ganzen Welt.

Zum Schluss bedankte Präses Ehrl sich bei den Mitgliedern der Kolpingfamilien Lauterhofen und Kastl für die Vorbereitung und bei den Geschwistern Maria und Georg Dürr für die musikalische Umrahmung des Gottesdienstes.

Wegen des Coronavirus gab es in diesem Jahr keine Bratwürste und Getränke. Aber die Gottesdienstbesucher genossen den schönen Sommerabend und standen auch ohne diese Stärkung mit dem nötigen Abstand beisammen, um sich über Gott und die Welt auszutauschen.

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