In Kastl Fischtreppe in die Lauterach gebaut

Die Themen im Kastler Marktgemeiderat waren vielfältig. Es ging um den Solarpark Oberfeld, die Kindergartenbedarfsumfrage wurde behandelt und über die Fischtreppe in der Lauterach informiert.

Die neue Fischtreppe in der Lauterach. Das alte Pfistermühlwehr für den nicht mehr benötigten Triebbach wurde beseitigt, damit das Ökosystem Lauterach ein Stück erweitert werden konnte.
von Autor JPProfil

Bürgermeister Stefan Braun hieß zur Sitzung seinen Kollegen Robert Felso aus Ungarn willkommen. Nach der Behandlung einiger Bauanträge und -voranfragen, wobei die durchdachte Planung einer Reitsportanlage in Deinshof sehr positiv bewertet wurde, kam man zur Planung des fünf Hektar großen Solarparks in Oberfeld. Einwände von Bürgern gab es nicht – es wurden nur die Stellungnahmen der Behörden behandelt.

Vor allem die Naturschutzbehörden hatten verschiedene Punkte vorgebracht. So wurde verlangt, dass die bestehenden Heckenstrukturen erhalten bleiben und die Einzäunung ebenfalls mit Hecken gesäumt werden. Auch sollte eine ökologische Pufferzone rund um die Einzäunung entstehen. Ferner wurde die Blendwirkung der Solarelemente für die vorbeiführende Gemeindeverbindungsstraße und die Bewohner von Oberfeld angeführt. Da aber ein Eigentümer der Anlage in Oberfeld wohnt, wurde die Beeinträchtigung nicht als gravierend empfunden. Die Beeinträchtigung der Landschaft durch den Solarpark ist gegenüber dem Gewinn von Strom aus Sonne zu vernachlässigen, so der Tenor der Beratungen.

Man wird aber alles tun, so der Vertreter des Planungsbüros Team 4 aus Nürnberg, Christoph Zeiler, um das Grundstück der auf Ständern stehenden Solarelemente regelmäßig zu pflegen und keine Spritzmittel zu verwenden. Auch der Lärm der Wechselrichtermotoren wird mit Schallschutzmaßnahmen kaschiert.

Der Marktrat stimmte den Vorschlägen zu und der Bebauungsplan Solarpark Oberfeld wird öffentlich bekanntgemacht. Außerdem hat Kastl als Träger öffentlicher Belange dem Bebauungsplan „Schleicherberg Süd“ des Marktes Hohenburg zugestimmt.

Es folgte die Erörterung der Kindergartenbedarfsumfrage für die kommende Zeit. Bürgermeister Stefan Braun meinte, dass die Kinder immer länger im Kindergarten sind. Die Gemeinde ist froh über das entsprechendes Platzangebot in der Einrichtung. So wie es bis jetzt aussieht, sind ab dem Kindergartenjahr ab Herbst 2020 rund 100 Kinder im Kindergarten, bei rund 130 Kindern in der Marktgemeinde. Die Bedarfsumfrage wurde mit der Leiterin Birgit Wiesend abgestimmt.

Bürgermeister Braun informierte über den Stromkonzessionsvertrag mit dem Bayernwerk für die nächsten 20 Jahre, der laut Braun sehr positiv für die Gemeinde sei.

Als großes Ereignis wurde vom Bürgermeister die Schlüsselübergabe der Staatsminister Albert Füracker und Joachim Hermann an die Polizei für die Gebäude in der Polizeifachhochschule in der Klosterburg bezeichnet, die vor kurzem stattgefunden hat. Ab März ziehen 60 Polizeischüler ins ehemalige sanierte Mädcheninternat der Ungarn auf der Klosterburg ein. Die Kastler Bürgerversammlungen finden in der Zeit von 17. bis 20. Februar 2020 statt.

Zum Abschluss gab Stefan Braun bekannt, dass vom Wasserwirtschaftsamt Weiden die Lauterach renaturiert wurde. Das ehemalige Pfistermühlwehr wurde beseitigt und eine sogenannte Fischtreppe gebaut, damit die Fische ungehindert flussaufwärts kommen. Damit ist das Ökosystem Lauterach weiter zusammengeführt. Auch der Triebbach wurde im Zug des Ausbaus der Verbindung Hohenburgerstraße – B299 umgeleitet, damit wieder mehr Wasser fließen kann.

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