Der neue Stolz der Feuerwehr

Hocherfreut teilt Bürgermeister Stefan Braun in der Januarsitzung des Kastler Marktrats mit, dass der sehnlichste Wunsch der Wolfsfelder Wehr, ein neues Feuerwehrauto, in Erfüllung geht.

Das neue Feuerwehrauto, ein Mercedes Sprinter, hat 190 PS.
von Autor JPProfil

Vor kurzem wurden einer Feuerwehrdelegation aus Kastl und Wolfsfeld sowie einer aus Schmidmühlen (die FFW Emhof hat auch ein neues Feuerwehrauto erhalten) in St. Pölten bei der Firma Rosenbauer die neuen Feuerwehrfahrzeuge übergeben. "Damit endet", so Stefan Braun "eine Ära."

Liebevoll gepflegt

Der liebevoll gepflegte und gewartete 50 Jahre alte Ford Transit mit 1,7-Liter- und 65-PS-Motor, zugelassen am 23. Juli 1968 noch beim Landkreis Neumarkt, da die Gemeinden Wolfsfeld und Kastl zum Landkreis Neumarkt gehörten, geht in Rente. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge wird damit das letzte Feuerwehrfahrzeug im Landkreis Amberg-Sulzbach mit Neumarkter Kennzeichen Geschichte sein.

Die FFW Wolfsfeld ist hoch zufrieden mit dem Ersatz, einem Mercedes Sprinter mit Doppelkabine und einem Sechszylinder-190-PS-Motor, der die Gemeinde rund 115 000 Euro kostet und im Frühjahr offiziell eingeweiht werden soll. Zur Eingewöhnung wurde der rote Flitzer mit einem Fahrzeugkorso aus allen Gemeindefeuerwehren nach Wolfsfeld gebracht.

Dann begrüßte Stefan Braun Christian Faderl vom Ingenieurbüro Renner und Hartmann aus Amberg, der die Planung für die Dorferneuerung Pfaffenhofen erstellt hatte, die aufgrund unvorhergesehener Ereignisse erheblich teurer wurde, als ursprünglich geplant. Vor allem die maroden Schmutzwasserkanäle, die teils "abenteuerliche Hausanschlüsse aufweisen", wie es hieß, sowie ein notwendiger Bodenaustausch erhöhen die Kosten. Insgesamt sind rund 810 000 Euro veranschlagt.

Förderfähig durch das Amt für ländliche Entwicklung Oberpfalz sind rund 620 000 Euro. Nach Abzug der Förderung und der Zusatzkosten für die maroden Kanäle werden auf die Gemeinde circa 450 000 Euro zukommen. "Ein Batzen", so der Bürgermeister, der auf mehrere Jahre verteilt werden sollte. Ausschreibungs- und Baubeginn soll im Frühjahr/Sommer 2019 sein. Der Marktrat genehmigt die Planung.

Als Nächstes stand ein Anliegen des Tierschutzvereins Amberg-Sulzbach auf der Tagesordnung, das jedem Marktrat bekannt war. Darin forderte der Verein eine Erhöhung der Fundtierpauschale, für die die Gemeinden kostenpflichtig sind, von einem Euro pro Gemeindebürger auf 2,50 Euro. Ferner werden rund 15 Euro pro Gemeindebürger, also über 35 000 Euro, für den Neubau eines neuen Hundetrakts (Kosten circa zwei Millionen Euro) als kommunaler Anteil benötigt.

Pauschale bleibt

Nach sehr intensiver Diskussion kam der Gemeinderat zu folgendem Beschluss: Die bisherige Pauschale von einem Euro pro Fundtier - also 2500 Euro für Kastl - bleibt. Nach einer konkreten Planungs- und Kostenaufstellung für den Hundetrakt sowie einer Beteiligung und einem Mitspracherecht aller Landkreisgemeinden und der Stadt Amberg wird der Markt sich entsprechend seinem Anteil an dem Projekt beteiligen.

Mit dem Punkt Bekanntgaben ging es auf die Zielgerade: Folgende neue Mitarbeiter wurden beim Markt Kastl eingestellt: Johannes Zeberl für den Bereich Personal- und Kassenverwaltung, Christina Schmeidl für den Bereich öffentliche Sicherheit und Ordnung und Jonas Donhauser als neuer Azubi für die Verwaltung. Außerdem wurden die Schreiner- und Küchenarbeiten im neuen Kindergarten vergeben.

Das 50 Jahre alten Feuerwehrauto, ein Ford Transit, liebevoll gewartet und gepflegt und noch mit einem NM-Kennzeichen im Landkreis AS, ist Geschichte.
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.