Ungarn tanzen um den Kastler Kirwabaum

Ronja Fromm und Justin Smarsly sind das neue Oberkirwapaar in Kastl. Um den Baum tanzen aber auch Gäste aus einem anderen, befreundeten Land.

Die ungarischen Gäste aus der Partnergemeinde Ersekscanad macht auch mit beim Baumaustanzen an der Kastler Kreiz-Kirwa.
von Autor JPProfil

Zahlreiche Besucher ließen die erste Kastler Kreiz-Kirwa wieder zu einem feucht-fröhlichen Vergnügen werden. Bereits am Samstag errichteten die Kirwaleut den rund 35 Meter hohen und festlich geschmückten Baum, den Gert Metzner gestiftet hatte. Abends unterhielt die Band Saparalot die Gäste und die Ungarischen Freunde aus der Partnergemeinde Kastls, Ersekscanad, die mit dem Bus angereist waren und das Traditionsfest miterleben wollten. Dabei ließen sie es sich nicht nehmen, am Baumaustanzen mit ihrer Folkloregruppe teilzunehmen.

Gegen 15 Uhr kamen die sieben Kirwapaare am Sonntagnachmittag, chauffiert mit dem Pferdefuhrwerk von Stefan Hofmann aus Ehringsfeld, am Marktplatz an. Unter den Klängen der drei Kastler Roum-Boum, den Stammmusikanten, zog man zum Festgelände, wo bereits eine große Schar an Besuchern bei herrlich sonnigem Wetter auf den Auftritt der Paare wartete.

Nun folgte der Höhepunkt der Kreiz-Kirwa, das Baumaustanzen und Ermitteln des Oberkirwapaares. Man zeigte dem Publikum, was man so alles in schweißtreibenden Übungsstunden an Tänzen gelernt hatte. Neben Walzer, Polka, Boarischen, Zweifachen wurde auch der Bandltanz aufgeführt, der von den Akteuren Taktgefühl und höchste Konzentration abverlangte. Nach rund einer dreiviertel Stunde verstummte die Musi der Roum Boum. Ronja Fromm aus Umelsdorf und Justin Smarsly aus Kastl lösten Lena Nürnberger und Felix Geitner als neues Oberkirwapaar ab; sie hielten den Blumenstrauß in ihren Händen, was sie zum Oberkirwapaar bestimmte.

Ab 17 Uhr sorgten Dingl Dangl für Unterhaltung im Festzelt. Allerdings musste dann ein Vorstandsmitglied des Kirwavereins im wahrsten Sinn des Wortes „Haare lassen". Der Robert hatte eine Wette verloren und seine Kopfbehaarung als Einsatz gesetzt. Sehr zur Gaudi der Besucher und mit musikalischer Begleitung durch den Thomas von den Roum-Boum scherte der Kastler Booder Albert dem Delinquenten eine Glatze, der, als er sich im Spiegel ansah, keine allzu glückliche Miene zu seinem Kahlkopf machte.

Am Montag hieß es wieder „Der Bär ist los“. Er mischte sich nach alter Sitte wieder unter das Kirwavolk und sorgte für schwarze Gesichter und Aufregung. Den Kirwabär gab diesmal Michael Kölbl, den Treiber Felix Geitner. Auch das Kastler Altenheim wurde besucht, da man etwas Abwechslung in der Heimalltag der Heimbewohner bringen wollte. Natürlich musste so ein Kirwa Bär auch gewaschen werden und so gab es ein erfrischendes Bärenbad in der Lauterach. Abends unterhielt die Band Spritztour. Finale war die Verlosung des Kirwabaums. Glücksfee Ronja zog die Lose und Daniel Phillip hatte das Glück des Tüchtigen mit dem Baumlos. Er gab das Wahrzeichen zur amerikanischen Versteigerung zurück und danach hatte die Kirwagemeinschaft Ransbach das Glück und bekam den Baum zu einen stattlichen Preis. Der Erlös geht heuer an die Selbsthilfegruppe Krebskranker Kinder in Amberg.

Die sieben Kastler Kirwapaare mit den Roum-Boum.
Das neue Kastler Oberkirwapaar: Ronja Fromm und Justin Smarsly.
Größtes Taktgefühl und höchste Konzentration waren beim Bandltanz erforderlich.
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