Untergebracht war sie im Wohnhaus Nummer 164 in der Egervorstadt: Am 1. Oktober 1843 eröffnete in Redwitz die erste Poststation. Sie bediente nicht nur die Postbestellungen in Redwitz, sondern war auch für die umliegenden Orte Brand, Dörflas, Leutendorf, Lorenzreuth, Oberredwitz, Pfaffenreuth, Waldershof, Wölsau, und Wölsauerhammer zuständig.
Das Datum nehmen das Stadtarchiv Marktredwitz und der Briefmarkensammlerverein Marktredwitz zum Anlass, durch eine Ausstellung in den Schaufenstern des Stadtarchivs an die 175-jährige Geschichte der Marktredwitzer Post zu erinnern. Kern der Ausstellung ist eine wertvolle Sammlung mit Urkunden und Dokumenten aus der Postgeschichte von Marktredwitz, die sogenannte Leonhard-Böckler-Sammlung. Sie beinhaltet Zeugnisse aus der Postgeschichte, die von ersten Privatbriefen des 18. Jahrhunderts mit Siegeln und Siegelstempel über frühe Postkennzeichen bis zur modernen Briefpost in den 1980er Jahren reicht. Bislang wurde sie durch den Briefmarkensammlerverein betreut und gepflegt. Nun wandert sie anlässlich des Postjubiläums wieder zurück in die Hände der Stadt Marktredwitz, wo sie im Stadtarchiv einen dauerhaften Platz finden wird.
In der Ausstellung dokumentieren ausgewählte Objekte der Sammlung wichtige Entwicklungen und Ereignisse aus der Marktredwitzer Postgeschichte, ergänzt durch Fotos, Postkarten und Hintergrundinformationen aus Beständen des Stadtarchivs. Zeugnisse der Poststationen und Postämter, Bilder einer alten Postkutsche, Feldpostkarten und Nachweise verschiedener Poststempel finden sich ebenso in der Ausstellung wie Telegramme, Einschreiben und Sonderformate.
Die Ausstellung kann bis zum 14. Oktober in den Schaufenstern des Stadtarchivs, Ottostraße 3, in Marktredwitz, besichtigt werden. Weitere Informationen geben die Mitarbeiterinnen des Stadtarchivs unter der Telefonnummer 09231/5033433.














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