Marktredwitz
08.12.2022 - 15:12 Uhr

184 Herzkissen für das Brustzentrum am Klinikum Fichtelgebirge

Petra Ernstberger überreicht 72 Herzkissen an das das Brustzentrum am Klinikum Fichtelgebirge. (v.l.n.r.: Shoghik Janoyan, Radu Dragan, Anita Grillmeier, Petra Ernstberger, Kathrin Schwientek, Nathalie Jedjud, Patricia Heinl) Bild: Klinikum Fichtelgebirge/exb
Petra Ernstberger überreicht 72 Herzkissen an das das Brustzentrum am Klinikum Fichtelgebirge. (v.l.n.r.: Shoghik Janoyan, Radu Dragan, Anita Grillmeier, Petra Ernstberger, Kathrin Schwientek, Nathalie Jedjud, Patricia Heinl)

Dieses Geschenk kommt von Herzen: Petra Ernstberger von der Adventgemeinde Wunsiedel überreichte kürzlich wieder 72 Herzkissen für Brustkrebspatientinnen an das Brustzentrum am Klinikum Fichtelgebirge. „Die Aktion ist wirklich großartig“, kommentierte dies laut einer Pressemitteilung Dr. Maria Dietrich, Chefärztin der Gynäkologie und der Geburtshilfe am Klinikum. „Dieses liebevolle Engagement berührt uns alle immer wieder aufs Neue.“

Auch während der Corona-Zeit sei auf die Unterstützung der Näherinnen der Adventgemeinde Verlass, wie es heißt. Bis zu zehn Näherinnen hätten sich vor Corona regelmäßig getroffen, um die Kissen zu nähen und zu füllen. Derzeit sei der Kreis der Näherinnen deutlich kleiner und die meisten Kissen würden in Heimarbeit genäht.

Trotz aller Widrigkeiten habe das Brustzentrum in diesem Jahr insgesamt 184 liebevoll genähte Kissen gespendet bekommen und an die Patientinnen verteilt. Zusätzlich ist an jedem Kissen noch eine persönliche Botschaft der ehrenamtlichen Näherinnen angebracht. Petra Ernstberger freue sich, dass so noch ein weiterer persönlicher Beitrag zur Genesung der operierten Frauen geleistet werden könne. Denn ein geschenktes Herzkissen sei für Brustkrebspatientinnen mehr als ein Symbol. Es lindere den Druck auf die Wunde und damit den Schmerz. Als Kissen unter den Arm gelegt, helfe es nach einer Operation. Es entlaste die Lymphabflussbahnen in der Achselhöhe, helfe bei der Entstauung der operierten Seite und bewirke eine bessere Durchblutung. Besonders das Liegen auf der Seite werde deutlich erleichtert.

Die Herzkissen werden Patientinnen laut Pressemitteilung direkt nach der Operation mit einer Genesungskarte ans Bett gelegt. „Unsere Patientinnen freuen sich immer sehr darüber“, so Dr. Dietrich. Für viele sei es eine Geste, die ihnen das Gefühl vermittele, mit ihrer Krankheit nicht allein zu sein.

Die Herzkissenaktion stammt ursprünglich aus den USA. Die dänische Krankenschwester Nancy Friis-Jensen brachte die Idee 2006 nach Europa und gründete das „Heart Pillow Project“, um die Idee „Herzkissen für Brustkrebspatientinnen" zu verbreiten. Seit 2012 läuft diese Aktion auch am Klinikum Fichtelgebirge. Leider reichten die Kissen häufig nicht für alle Patientinnen. Wer die Näherinnen mit Stoffresten oder Füllmaterial unterstützen möchte oder selbst nähen möchte, kann sich an die Pressestelle des Klinikums wenden.

 
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