Marktredwitz
26.09.2026 - 18:26 Uhr

82 Aussteller werben in Marktredwitz bei Ausbildungsmesse um Nachwuchs

Die Ausbildungsmesse der Wirtschaftsjunioren Fichtelgebirge zog erneut zahlreiche junge Besucher an. 82 Aussteller präsentierten vielfältige Karrieremöglichkeiten.

Mehr junge Menschen für das Handwerk und die Industrie zu begeistern, ist ein wichtiges Ziel der beruflichen Orientierung. Auch die Schulen wollen darauf in den kommenden Jahren einen stärkeren Schwerpunkt legen. Einen Beitrag dazu leistete am Samstag erneut die Ausbildungsmesse der Wirtschaftsjunioren Fichtelgebirge. Bereits zum 23. Mal fand die Veranstaltung in der Fichtelgebirgsrealschule statt.

Von 9.30 bis 13 Uhr präsentierten sich 82 Aussteller aus der Region und darüber hinaus. Sie warben um Nachwuchs für ihre Betriebe, Behörden und weiterführenden Schulen. Nach ersten Schätzungen der Wirtschaftsjunioren kamen zwischen 1500 und 2000 Besucher. Eröffnet wurde die Messe im Beisein von Landrat Peter Berek, Oberbürgermeister Oliver Weigel und Dr. Cornelia Nicodemus von der IHK Bayreuth. Die Fichtelgebirgsrealschule legt nach Angaben von Schulleiter Oliver Brandt besonderen Wert auf die berufliche Orientierung und das Handwerk. „Wir bieten den Achtklässlern den Tag des Handwerks an und alle Neuntklässler machen ein Pflichtpraktikum, immer mit dem Ziel, mehr junge Leute für das Handwerk und die Industrie zu begeistern“, sagte Brandt.

Oberfranken und Oberpfalz

Seit 2011 ist Horst Fröber von der Firma Scherdel maßgeblich an der Organisation der Ausbildungsmesse beteiligt. In diesem Jahr wurde er dabei von Kreissprecherin Martina Busch unterstützt. Die 82 Aussteller kamen überwiegend aus Oberfranken und der Oberpfalz. Erfreulich sei, dass auch neue Unternehmen aus der Region vertreten waren, berichtete Fröber. Gerade das Handwerk war in diesem Jahr mit mehreren neuen Ausstellern präsent. Dazu gehörten unter anderem eine Malerfirma aus Thiersheim, eine Putz- und Stuckateurfirma aus Mitterteich sowie das Eisenwerk aus Martinlamitz. Zugleich waren zahlreiche Unternehmen dabei, die der Messe seit vielen Jahren die Treue halten. Für Fröber hat das Handwerk weiterhin „goldenen Boden“ und Zukunft.

Auch größere Unternehmen nutzten die Gelegenheit, mit potenziellen Auszubildenden ins Gespräch zu kommen. Die Firma Schott aus Mitterteich war mit zehn Auszubildenden vertreten. „Wir haben zehn Auszubildende mitgebracht, die auf Augenhöhe mit den Kollegen von morgen reden“, sagte Ausbilder Andre Brandner. Auch Personalchefin Astrid Enderl war vor Ort, um nach betrieblichem Nachwuchs zu suchen. Neben den Unternehmen präsentierten sich unter anderem die Bayerische Polizei und der Zoll. Für die Polizei waren Einstellungsberaterin Julia Gausche von der Polizeiinspektion Hof und Julian Wunderlich von der Polizeiinspektion Marktredwitz vor Ort. Auch beim Zoll informierten sich zahlreiche junge Besucher über die beruflichen Möglichkeiten.

2027 Neuauflage geplant

Stark vertreten waren zudem Unternehmen aus Marktredwitz wie ProComp, CeramTec, Scherdel und Greiffenberger. Gesucht wurden sowohl gewerbliche als auch kaufmännische Nachwuchskräfte. Auch die heimischen Banken, Behörden und weiterführenden Schulen nutzten die Messe zur Information und Nachwuchsgewinnung. Unternehmen aus dem Handwerk, darunter die Firma Kassecker aus Waldsassen, warben ebenfalls um junge Mitarbeiter. Für die meist gemeinsam mit ihren Eltern gekommenen Jugendlichen bot die Ausbildungsmesse damit einen kompakten Überblick über unterschiedliche berufliche Möglichkeiten. Vielleicht bekam dabei mancher Besucher auch eine konkretere Vorstellung davon, wie es nach der Schule weitergehen könnte. Für Horst Fröber stand fest: Auch 2027 soll es eine Neuauflage der Ausbildungsmesse in Marktredwitz geben.

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.