Die Geburtshilfe am Klinikum Fichtelgebirge erlebt aktuell eine arbeitsreiche Zeit: Innerhalb von nur 13 Stunden kamen am Mittwoch acht Neugeborene zur Welt. „Ein außergewöhnliches Ereignis, das die Leistungsfähigkeit der Marktredwitzer Geburtshilfeabteilung eindrucksvoll unter Beweis stellte“, freut sich die Klinik in einer Pressemitteilung. Dass es am 8. Juli ab 8 Uhr morgens (genauer: ab 8.19 Uhr) losging, wird in der Einrichtung als „charmante Zufälligkeit“ gewertet, die Familien und Mitarbeiter gleichermaßen begeistert habe.
Alle Mütter und Neugeborenen sind laut Pressemeldung wohlauf. Das Team der Gynäkologie und Geburtshilfe meisterte solche intensiven Tage mit großer Professionalität und Sorgfalt, heißt es da. Hebamme Carola Hörmann erklärt die Herausforderung dieser Situation: „Geburtshilfe ist nicht planbar.“ Am 8. Juli hätten sich in Marktredwitz acht Babys denselben Geburtstag ausgesucht. „Das ist unvorhersehbar viel und für eine Kollegin allein nicht zu schaffen“, gibt Hörmann zu bedenken.
Flexibel mit Teamarbeit
Schnell wurden Hebammen aus dem Team zur Unterstützung gerufen – Natalia Kelep und Soňa Stejskalová begleiteten die Geburten im Kreißsaal, während Carola Hörmann und Vanessa Lang gerade bei Hausbesuchen unterwegs waren. „Weil wir freiberuflich sind und uns selbst organisieren können, können wir immer für unsere Familien da sein und auf solche Ausnahmesituationen adäquat reagieren“, betont Hörmann. Die Arbeit verlange absolute Flexibilität. „Wir sind rund um die Uhr einsatzbereit, ob im Kreißsaal oder bei Hausbesuchen und Nachsorge.“ Sie kritisierte in diesem Zusammenhang den neuen Hebammenhilfe-Vertrag. Obwohl er „die Existenz als freiberufliche Hebammen und unsere Flexibilität unzumutbar angreift, bleiben wir für unsere Mamas und Papas genau da, wo wir hingehören – im Kreißsaal.“
Die Geburtshilfe des Klinikum Fichtelgebirge wird finanziell vom Freistaat Bayern unterstützt. Im Jahr 2025 erhielt der Landkreis Wunsiedel erneut eine Million Euro als Ausgleich des Defizits der Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe. Das Fördergeld kompensiert die Differenz zwischen den Kosten, die der Betrieb einer Geburtshilfestation verursacht, und den Einnahmen, die dadurch erwirtschaftet werden.
Bereit fürs nächste "Fichtelkind"
Landrat Peter Berek wertet diese Unterstützung in der Pressemitteilung als „klares Bekenntnis zur Geburtshilfe im ländlichen Raum und zur Sicherstellung einer verlässlichen medizinischen Versorgung für Familien in unserer Region“. Berek ist zugleich Verwaltungsratsvorsitzender des Klinikum Fichtelgebirge. Er dankte allen Kollegen im Klinikum Fichtelgebirge dafür, dass sie „in jedem Moment bereit stehen für das nächste Fichtelkind.“
Diese Meldung ist aus Informationen der genannten Organisation oder Behörde und mit Unterstützung durch KI erstellt worden.



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