Marktredwitz
28.12.2022 - 10:38 Uhr

Anzeige wegen Kennzeichenmissbrauchs

Ein ungewöhnliches Kennzeichen an einem Leichtkraftfahrzeug haben Marktredwitzer Polizisten entdeckt. Die Folge: eine Anzeige.

Bei einer Streifenfahrt fiel Polizisten ein ungewöhnliches Kennzeichen auf. Symbolbild: Matthias Hiekel/dpa
Bei einer Streifenfahrt fiel Polizisten ein ungewöhnliches Kennzeichen auf.

Bei einer Streifenfahrt fiel Beamten der Polizei Marktredwitz am Dienstag im Marktredwitzer Stadtteil Neu-Haag ein vorderes Kennzeichen an einem Leichtkraftfahrzeug auf. Das Kennzeichen sah einem amtlichen zum Verwechseln ähnlich, heißt es im Polizeibericht. So hatte das Kennzeichen einen blauen EU-Balken auf der linken Seite und auf der rechten Seite einen Gültigkeitszeitraum eingetragen. In der Mitte des Kennzeichens war eine Buchstabenfolge aus vier Buchstaben aufgebracht, welche zusammen ein Wort ergeben, berichtet Polizeihauptkommissar Jan Weidhas. "Für Fahrzeuge dieser Art, mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h, werden jedoch keine amtlichen Kennzeichen ausgegeben. Solche Fahrzeuge müssen lediglich mit einem Versicherungskennzeichen versehen sein. Ein solches war am Heck des Fahrzeugs angebracht." Da das vordere Kennzeichen jedoch den Anschein einer amtlichen Kennzeichnung erweckte, so Weidhas, erhält der 70-jährige Halter des Leichtkraftfahrzeugs nun eine Anzeige wegen Kennzeichenmissbrauchs.

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Leendert van Gemeren

Aufgrund der europäischen Gesetzgebung ist es nicht erlaubt, an der Vorderseite ein Nummernschild mit einem blauen EU-Streifen mit den Buchstaben des Landes, in dem das Fahrzeug fährt, oder mit dem eingetragenen Kennzeichen oder einer Reihe von Buchstaben und/oder Zahlen anzubringen. Die Anbringung eines Kennzeichens aus einem anderen Land als dem eigenen ist zulässig, sofern kein bestehendes Kennzeichen aus diesem Land verwendet wird. So darf ich beispielsweise in den Niederlanden mit einem belgischen Kennzeichen mit den Buchstaben PTL (Praise The Lord) fahren, das es in Belgien nicht gibt. Ich habe mit dem niederländischen Ministerium darüber kommuniziert, und da es sich um europäische Rechtsvorschriften handelt, vermute ich, dass der gute Herr in diesem Artikel gute Chancen hat, freigesprochen zu werden.

29.12.2022
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