29.08.2019 - 11:47 Uhr
MarktredwitzOberpfalz

Mit Atemschutz und Rettungsaxt

Zahlreiche Einsatzkräfte der Feuerwehr Marktredwitz üben den Ernstfall: Auf dem Gelände der Firma Scherdel demonstrieren sie eine große Bandbreite an Szenarien.

von DTRProfil

Ein Großaufgebot von 45 Frauen und Männern der Freiwilligen Feuerwehr Marktredwitz hat am Dienstagabend bei der Firma Scherdel in der Kraußoldstraße sein Können gezeigt. Mit acht Einsatzfahrzeugen rückte die Feuerwehr beim Federn-Spezialisten an. Zu Beginn des realistischen Übungsszenarios waren es Nebelmaschinen im zweiten Gebäude des Unternehmens, die für das Auslösen der Feuermelder verantwortlich waren. Die Integrierte Leitstelle alarmierte umgehend die Freiwillige Feuerwehr Marktredwitz. Nur wenige Minuten später erreichte das erste Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug (HLF) den Übungsort und begann mit der Erkundung.

"Die moderne Brandmeldeanlage des Unternehmens sendete die Details zur Alarmierung und zum Brandort an die Einsatzkräfte. Diese Informationen sind dann per Handy-App auslesbar", erklärt Stadtbrandinspektor Maximilian Seiler. Trotzdem sei der Weg zur Feuerwehrinformationszentrale am Einsatzort wegen der Lage- und Übersichtspläne ein wichtiger Arbeitsschritt bei der Erkundung.

Nachdem die Brandorte identifiziert und die Gruppen eingeteilt waren, begannen die Lebensretter routiniert mit der Arbeit. Schnell waren der Verkehr abgesichert, die Einsatzfahrzeuge in Stellung gebracht und die Wasserversorgung sichergestellt. Nebenher bereiteten sich mehrere Atemschutzgeräteträger auf die Personenrettung vor. Wegen der erwarteten starken Rauchentwicklung mussten sie mit schwerem Atemschutz, Rettungsaxt und natürlich dem Feuerlöschschlauch in das Gebäude vorrücken. Der dichte Rauch, speziell im Keller des Gebäudes, machte den ehrenamtlichen Kräften die Arbeit schwer. Obwohl man kaum die Hand vor Augen sehen konnte, fanden sie den schwergewichtigen Verletzten im Waschraum und schafften ihn zügig aus dem Gebäude.

Während die Löschgruppen mit den Tanklöschfahrzeugen und der Brandbekämpfung beschäftigt waren, fand nebenher eine Bergung in luftiger Höhe statt. Hierzu wurde das Drehleiterfahrzeug mit Rettungskorb in Stellung gebracht. Mit diesem Fahrzeug können Personen aus bis zu 30 Meter Höhe geborgen werden. Mit viel Fingerspitzengefühl wurde der Korb an den obersten Balkon des Gebäudes gefahren und hier eine weitere Übungspuppe mit der Rettungstrage sicher zurück auf den Boden befördert.

Reichlich Lob bekamen die Einsatzkräfte für ihren professionellen Einsatz von Stadtbrandinspektor Maximilian Seiler, Ehren-Stadtbrandinspektor Harald Fleck und von Zweitem Bürgermeister Horst Geißel. Besten Dank für die gute Zusammenarbeit sprach Maximilian von Waldenfels von der Firma Scherdel aus.

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