05.05.2020 - 14:36 Uhr
MarktredwitzOberpfalz

Bridge auch in Corona-Zeiten

Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Wege. Der Bridgeclub Fichtelgebirge belegte bei seinem ersten großen Online-Turnier Platz zwei.

von Externer BeitragProfil

Seit 2003 veranstaltet der Bridgeclub Fichtelgebirge am 1. Mai traditionell ein großes Turnier, zu dem Spieler aus allen Teilen Deutschlands und auch aus befreundeten ausländischen Clubs eingeladen werden. Die Enttäuschung, dass dieses Turnier aufgrund der augenblicklichen Situation nicht wie geplant stattfinden konnte, war groß.

Allerdings war eine Totalabsage für den heimischen Club auch keine Option. So organisierte Sportwart Karl Thumser mit Unterstützung aus Amberg und Dresden kurzerhand das erste große Online-Turnier des Bridgeclubs Fichtelgebirge. Um 13.45 Uhr wurde mit einem Teamkampf begonnen, gegen 18 Uhr standen die Sieger fest.

Auf eine Preisverleihung in gewohnter Weise musste diesmal leider verzichtet werden, gratuliert wurde nur per E-Mail. Sieger wurde das Team vom Onlinebridgeclub "OBC Treff 4" aus Dresden mit Ariane Greubel, Dr. Eckehard Pfeifer, Dr. Tobias Mono und Dr. Maik Döring vom Stuttgarter Bridgeclub. In einem Teamkampf bilden immer zwei Paare eine Mannschaft, die ohne vorherige Information und unabhängig voneinander ins Rennen geht.

Über Platz zwei freute sich der Bridgeclub Fichtelgebirge. Dieses Team bestand aus Anne Höpfner, Hui Voit-Wang, Margaretha und Hans-Peter Kainz. Platz drei erreichte das Team Hof/Bayreuth mit Gisela und Kurt Klingler vom Bridgeclub Hof und Erika Stähler-Kolb vom 1. Bayreuther Bridgeclub und Paul Hügel, ebenfalls Hof. Mitgespielt haben noch Teams aus Amberg und Weiden. Turnierleiter Karl Thumser bedankte sich für die faire Teilnahme an diesem ungewöhnlichen Wettkampf. Die Situation, Bridge am Computer zu spielen, erfordert höchste Konzentration, ebenso wie im normalen Spiel am Clubtisch. "Es hat allen Teilnehmern großen Spaß gemacht. Dennoch hoffen die Bridgespieler sehr, dass das Turnier im nächsten Jahr im gewohnt großen Stil im Lokal stattfinden kann und es ein richtig gutes Stück Kuchen dazu gibt", heißt es in der Pressemitteilung.

Hintergrund:

Tipps für Bridge im Internet

Der Deutschen Bridgeverband unterstützt die Nutzung der Onlineplattformen besonders in der jetzigen Zeit mit wenig Sozialkontakten. Die Teilnahme an Turnieren, Online-Fortbildungen und Übungsrunden sind nur einige Möglichkeiten, an denen sich die Mitglieder täglich beteiligen können. Wer neben dem Körper auch den Geist fit halten will, kommt am Computerspiel kaum vorbei: Vor Corona spielten in den Abendstunden höchstens 4000 Teilnehmer Bridge über die Plattform BBO. Jetzt sind es meist 50 000 oder mehr zur gleichen Zeit. Ganz wie im richtigen Spiel hat das ständige Üben hohe Priorität. „Diese Entwicklung ist so rasant, dass auch der Bridgeclub Fichtelgebirge empfiehlt, sich damit auseinanderzusetzen“, sagt die stellvertretende Vorsitzende Margaretha Kainz. „Unabhängig vom Alter kann das jeder lernen, der mit dem Computer umgehen kann und Internetzugang hat.“ Hilfestellung gibt sie per E-Mail über info[at]kainz-consulting[dot]eu oder Telefon 09232/9 10 20.

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