19.11.2019 - 14:59 Uhr
MarktredwitzOberpfalz

Einkaufserlebnis für alle Sinne

Die Damenabteilung des Marktredwitzer Kaufhauses ist der neue Flagship-Store der Unternehmensgruppe. Die Modernisierung kostet eine Million Euro.

Industrial-Style mit edlen Akzenten kommt an: Überzeugt davon sind bei Frey (von links) Abteilungsleiterin Katharina Baumann, Hausleiter Tobias Kastner, Innenstadtkoordinator Dominik Hartmann, Sebastian Macht von "MAKnetisch", Oberbürgermeister Oliver Weigel, Stefanie Fürst von der Wirtschaftsförderung, Firmenchefin Caroline Frey und Geschäftsführer Helmut Hagner.
von Autor FPHProfil

Das Ziel ist ehrgeizig: "Marktredwitz soll der Mode-Mittelpunkt Oberfrankens werden", sagt Frey-Geschäftsführer Helmut Hagner, als er die neue Damenmode-Abteilung des Kaufhauses eröffnet. Im Juni begann die Umgestaltung der ersten Etage, nun ist sie abgeschlossen - bis auf zwei Glas-Rolltreppen, die provisorische Treppen ersetzen sollen.

Im Industrial-Style mit edlen Design-Akzenten präsentieren sich nun 1400 Quadratmeter Verkaufsfläche für Damenmode. Firmenchefin Caroline Frey nennt die erste Etage "das Herzstück des Hauses". Die Investition von einer Million Euro sei als "Statement für das Einkaufs-Erlebnis im stationären Handel" zu werten, betont Hagner. "Wir wollen schöne Erlebnisse für alle Sinne bieten."

Für Zukunft gerüstet

Statt sich ständig mit dem Wettbewerb und der Konkurrenz zu beschäftigen, stelle das Unternehmen selbst eigene Weichen für die Zukunft. Gemäß der neuen Frey-Philosophie seien die Kunden die Gäste und die Mitarbeiter ihre Gastgeber, erklärt Hagner. Das innovative Konzept lasse sich in der neuen Damenabteilung mit viel Atmosphäre perfekt umsetzen. In großen Umkleiden, eingebettet in stylische Lounges mit Bars, könnten Freundinnen gemeinsam eine schöne Zeit verbringen. Lauschige kleine Rückzugs-Ecken ermöglichten aber auch die Erholung vom Einkaufs-Event.

Mitten in der luftigen Abteilung bietet eine große Fläche Platz für besondere Angebote, zudem informieren Clips auf einem Bildschirm digital über aktuelle Aktionen. Caroline Frey kreierte persönliche Akzente für das Raum-Design: gebogene, vergoldete Kleiderständer und großflächige Bilder, in denen sich Malerei und Fotografie mischen. Zudem schaffen unverkleidete Wände mit sichtbaren Leitungen Kontraste zu edlen Tapeten und goldrandigen Spiegeln.

Bewusst grenze sich die Unternehmensgruppe ab von Beliebigkeit, Austauschbarkeit sowie "Geiz ist geil"-Sprüchen, betont der Geschäftsführer. Frey konzentriere sich auf die Weiterentwicklung der eigenen Marke, um eine nachhaltige, langfristige Positionierung auf dem Markt zu sichern. Zwar bleibe in der neuen Abteilung Mode nach Labels geordnet, doch im Mittelpunkt stehe nicht der Hersteller der Kleidung, sondern die Marke Frey. "Den Zauber entfalten wir", unterstreicht Hagner.

Vorbild für Dynamik

Um sich diesen "Flagship-Store" anzusehen, kämen nun Branchen-Kollegen aus ganz Europa nach Marktredwitz, freut sich Caroline Frey über das Aufsehen, das ihr jüngstes Vorzeigeobjekt erregt. Auch in Stadtmarketing-Kreisen gelte das Marktredwitzer Kaufhaus als Vorbild für Dynamik und Flexibilität, sagt Sebastian Macht vom Stadtmarketing-Verein "MAKnetisch".

Oberbürgermeister Oliver Weigel zufolge ist das Kaufhaus für guten Service und Qualität bekannt. Weigel würdigt die Bereitschaft des Unternehmens zu hohen Investitionen in der Stadt. "Außerdem haben Sie monatelang Umbaumaßnahmen in Kauf genommen." Lärm und Dreck gab es tatsächlich viel, räumt Caroline Frey ein und bedankt sich bei den Mitarbeitern, die dies im laufenden Betrieb ertragen hätten.

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