30.01.2020 - 15:24 Uhr
MarktredwitzOberpfalz

Erste Stipendiatin startet am Klinikum

Um den ärztlichen Nachwuchs zu sichern, hat das Klinikum Fichtelgebirge 2016 ein Förderprogramm für Studierende der Humanmedizin ins Leben gerufen. Die erste Stipendiatin des Klinikums tritt nun ihre Stelle in der Unfallchirurgie an.

Isabella Panzer ist die erste Klinikstudentin, die nun am Klinikum Fichtelgebirge in die Facharztausbildung startet. Im Bild von links Martina Busch, Siegfried Kießling, Nina Ziesel, Isabella Panzer, Dr. Philipp Koehl und Alexander Meyer.
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"Für mich ist es heimkommen", freut sich Isabella Panzer. Die 37-Jährige kommt ursprünglich aus Kastl bei Kemnath und wird dort auch während ihrer Zeit am Klinikum wieder wohnen. Ihr Wunsch, in der Heimatregion bleiben zu können, wurde mit einer Anstellung in Marktredwitz realisiert. Dazu beigetragen hat auch das Stipendium "Klinikstudent", das Isabella Panzer einen Arbeitsplatz beim Klinikum Fichtelgebirge zusichert.

Sie erhielt zudem finanzielle und fachliche Unterstützung während des Studiums. Zu ihrem Start am Klinikum wurde ihr mit Dr. Philipp Koehl ein erfahrener Mediziner und Mentor zur Seite gestellt, der die Jungmedizinerin mit Hilfe eines strukturierten Weiterbildungskonzeptes einarbeitet und ihr die Abläufe am Klinikum Fichtelgebirge näher bringen wird.

Ihr Studium absolvierte Isabella Panzer an der Universität Regensburg. "Ich war vor einigen Jahren bereits hier am Klinikum. Damals noch im Labor als Medizinisch-technische Laboratoriumsassistentin", erzählt Panzer. "Den Tipp mit den Klinikstudenten erhielt ich von einer ehemaligen Labor-Kollegin. Ich freue mich, nun nach dem Studium in Regensburg hier in meine Facharztausbildung für Orthopädie und Unfallchirurgie zu starten." Diese dauere weitere sechs Jahre.

Ständige Verbesserung

"Wir wünschen Frau Panzer alles Gute", sagt Siegfried Kießling vom Personalmanagement, dem Initiator des Förderprogramms "Klinikstudent". Bewerbungen für das Stipendium seien generell auch unterjährig und während des Studiums über die Webseite des Klinikums Fichtelgebirge möglich. Der Ärztliche Direktor, Philipp Koehl, bekräftigt die Aussagen und freut sich ebenfalls, dass das Programm "Klinikstudent" nun erfolgreich gestartet ist. "Ich kann nur jeden Medizinstudenten dazu ermutigen, sich die Vorzüge dieses Programms, aber auch die Vorteile eines heimatnahen Arbeitsplatzes durch den Kopf gehen zu lassen. Neben dieser Maßnahme werden wir uns in diesem Jahr verstärkt um die Nachwuchsförderung kümmern", so Koehl. Ziel sei es auch, "durch ständige Verbesserung des medizinischen Angebots und Ausbau der Qualifikationen die Attraktivität als Arbeitgeber weiter zu steigern".

Auch bei den Ausbildungsmöglichkeiten für Allgemeinmediziner in der Region will sich das Klinikum verstärkt einbringen. Hierfür wurde vom Ärztlichen Direktor nochmals die Neubesetzung der Chefarztstelle der Medizinischen Klinik durch Dr. Marco Schmidtmann betont, mit dem man langfristige Planungen bezüglich der Aus- und Weiterbildung von jungen Medizinern umsetzen will. "Wir freuen uns, dass wir mit Frau Panzer die erste Absolventin aus dem Klinikstudenten-Förderprogramm bei uns begrüßen dürfen", sagt Martina Busch von der "Gesundheitsregion Plus" am Landratsamt Wunsiedel. Kollegin Nina Ziesel ergänzt: "Wir möchten hier gerne anknüpfen und Mediziner möglichst aus der Region für uns gewinnen."

Diese identifizieren sich in der Regel auch langfristig mit dem Klinikum, so Martina Busch weiter. Dass dies aufgrund der schwierigen personellen Situation, die grundsätzlich im Gesundheitswesen herrsche, nicht immer möglich sei, wissen auch die Verantwortlichen von Klinikum und "Gesundheitsregion Plus", die sich in diesem Bereich stark engagiert. Neben einer langfristigen Personalplanung sei das Förderprogramm ein Baustein der Nachwuchssicherung am Klinikum.

Patientenversorgung sichern:

Über das Förderprogramm "Klinikstudent" möchte das Klinikum Fichtelgebirge angehende Studenten der Humanmedizin aus Nordostbayern gerne an das Haus und an die Region binden. Damit die Patientenversorgung in ländlichen Gebieten in Zukunft gelingt, fördert das Klinikum die Ausbildung von hiesigen Abiturienten. Neben der Praxisnähe während des Studiums wird für die Studierenden auch ein gesicherter Arbeitsplatz nach Abschluss vorgehalten. Zusätzlich steht bei Bedarf während des Studiums ein erfahrener Arzt als Pate zur Seite. Zusätzlich können praktische Erfahrungen in den Häusern des Klinikums gesammelt werden.

Nach erfolgreichem Abschluss des Medizinstudiums wird den Studenten ein Weiterbildungsvertrag zugesichert. Sie verpflichten sich, nach Abschluss des Studiums, für mindestens drei Jahre als Assistenzarzt für die Klinikum Fichtelgebirge gGmbH tätig zu sein. (exb)

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