24.01.2021 - 11:32 Uhr
MarktredwitzOberpfalz

Hallenbad Marktredwitz: Vorfreude auf großen Badespaß

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Wenn Corona es zulässt, öffnet das Marktredwitzer Hallenbad zu Ostern. Die Generalsanierung hat über zwei Jahre gedauert. Jetzt wird noch an den letzten Arbeiten gefeilt.

Das Wasser im großen Becken des Hallenbads ist bereits eingelassen. Gearbeitet wird nur noch an Details.
von Autor FPHProfil

Einladend blau glitzert das Wasser im Marktredwitzer Hallenbad. Die Startblöcke mit den Zahlen 1 bis 5 sind fest am Beckenrand verankert und warten auf Schwimmer, die sich in die Fluten stürzen. Wäre die Generalsanierung im Zeitplan geblieben, hätten Badenixen schon längst im warmen Becken abtauchen können. Doch irgendwie hat die Pandemie den Bauherrn in die Hände gespielt, denn der Badespaß wäre jäh beendet worden, kaum dass er begonnen hätte. Mittlerweile ist das Hallenbad seit über zwei Jahren geschlossen. Und statt eines verspäteten Geschenks zu Weihnachten könnte es nun ein schönes Ostergeschenk für die Bürger werden. So Corona will. Zumindest wird momentan an den letzten Arbeiten gewerkelt, bekommt das alte, neue Bad seinen Feinschliff.

„Die Technik müssen wir noch feinjustieren, dann läuft es.“

Stefan Kreuzer

Seit Weihnachten ist allerdings schon das Wasser eingelassen. Das hat seinen guten Grund: „Wir entnehmen regelmäßig Proben und lassen sie analysieren“, erklärt Stefan Kreuzer. Schließlich sollen die Gäste ungetrübten Badespaß genießen. Kreuzer ist der Organisator dieser umfangreichen Generalsanierung, die dem in die Jahre gekommenen Hallenbad neues Leben einhaucht. „Die Technik müssen wir noch feinjustieren, dann läuft es“, versichert er in den Kellerräumen. Denn dort sitzt das Herz des Hallenbads. „Und da steckt auch das meiste Geld drin“, fügt er an Kämmerer Markus Brand gewandt hinzu. Denn ganz billig ist die Umgestaltung in ein zeitgemäßes, modernes Bad nicht. Waren anfangs einmal um die 5 Millionen Euro angedacht, so liegt die Investition jetzt bei 8,5 Millionen.

Farbige Wärmebänke

Rund um die beiden Schwimmbecken gibt es ausreichend Sitzmöglichkeiten auf Wärmebänken, unter denen Heizungsrohre verlaufen. Sie sind in Grüntönen verkleidet und bilden einen Einklang mit dem blau schimmernden Wasser. Auch die Fliesenarbeiten sind laut Stefan Kreuzer größtenteils erledigt. Noch sorgen Abdeckungen dafür, dass hier mit Arbeitsschuhen nichts kaputt gemacht wird. Planer Johannes Fischer deutet auf die Deckenbeleuchtung: „Die Leuchten sind energiesparend.“ Neue Deckenplatten verhüllen jede Menge Technik, die Wände sind weiß gestrichen. „Und die Bademeister-Aufsichtskabine ist auch fertig“, erklärt Fischer. „Von hier aus wird alles gesteuert und der komplette Badebereich überwacht“, ergänzt Stefan Kreuzer.

Kinderbereich

Hier dürfte das Highlight die neue Edelstahl-Rutsche sein, die Oberbürgermeister Oliver Weigel schon einmal dazu verführt, sich hinuntergleiten zu lassen – ins noch leere Becken. Dieses ist mit fünf Massage-Düsen ausgestattet, damit die Erwachsenen ihre Sprösslinge im Auge behalten und sich gleichzeitig entspannen können. Neben dem Nichtschwimmerbecken können sich die Kleinsten im Planschbecken vergnügen.

Dampfbad und Infrarot-Kabine

Das neue Marktredwitzer Hallenbad bietet auch kleine Auszeiten, wenn man nicht unbedingt schwimmen möchte. „Die Erlebnis-Dusche muss nur noch gefliest werden. Ansonsten ist hier alles einsatzbereit“, deutet Stefan Kreuzer auf die runde Nische neben dem Dampfbad. In dem nehmen Oberbürgermeister Weigel, Organisator Kreuzer und Kämmerer Brand schon mal mit der FFP2-Maske vor dem Gesicht Platz. Auch hier dominiert die Farbe Grün. Ehe es in den Ruheraum geht, steht noch eine Infrarot-Kabine für die Besucher bereit, die ebenfalls nur darauf wartet, dass das Hallenbad seine Pforten wieder öffnet. Es ist alles startklar. „Eigentlich fehlen nur noch optische Feinarbeiten“, meint der Planer Johannes Fischer.

Die Umkleidekabinen

Die Fliesen an den Wänden sind in edlem matten Grau gehalten, das zu den türkisen und blauen Spiegeltischen passt, an denen sich die Besucher nach dem Bad die Haare föhnen können. Sogar die Spiegel hängen schon an den Wänden, sind aber noch mit Schutzfolie versehen. „Es wird insgesamt 163 Umkleide-Spinde geben und größere Kabinen für ganze Familien“, kündigt Stefan Kreuzer an.

Der Eingangsbereich

Hier wird es neben den Kassenautomaten, die noch installiert werden müssen, wieder ein Drehkreuz geben, das den Besuchern Einlass gewährt. Schon jetzt stehen schicke Raumteiler zwischen dem Eingang und dem Zuschauerbereich. Denn Eltern oder Freunde können durch die große Panoramascheibe zusehen, wenn ihre Sprösslinge oder Kumpel Wettkämpfe bestreiten. „Wir werden den Wartebereich noch mit Sitzplätzen und Bistro-Tischen ausstatten“, kündigt Stefan Kreuzer an. „Die Besucher können sich hier per Selbstbedienung vom benachbarten Restaurant aus versorgen.“ Im Eingangsbereich befindet sich unter anderem eine behindertengerechte Toilette.

Bricks übernimmt Restaurant

„Jetzt ist die Tinte trocken“, meint Kämmerer Markus Brand mit einem Schmunzeln und verrät, wer künftig die Hallenbad-Gaststätte betreiben wird. „Wir haben hier eine Kooperation mit dem neuen Marktredwitzer Bricks-Hotel“, erzählt er. Die neuen Betreiber dürfen sich auf wirklich schicke Räume freuen. Der lange Tresen ist mit heller und dunkler Eiche verkleidet, abgesetzt mit mattem Glas und Metall-Elementen. Das Restaurant ist mit einem eleganten, dunkelgrauen Linoleumboden ausgelegt. „Der Gastraum kann flexibel eingetischt werden“, meint Kreuzer. Und verrät noch ein ganz besonderes Highlight, das in den kommenden Tagen erwartet wird: „Wir bekommen eine echte Moos-Decke. Und dazwischen werden Lichter erstrahlen.“ Das Moos benötige keine besondere Pflege. „Das lebt von der Raumfeuchtigkeit.“ Und im Sommer könnten die großen Glastüren komplett aufgeschoben werden, damit der Übergang von Restaurant zu Terrasse fließend ist. Der Ausschankbereich steht schon für die Einweihung bereit. Und in der neuen Küche, wo große weiße Fliesen die Wände überziehen, wird noch eifrig gewerkelt.

Technik im Keller

Das Herzstück in den Kellerräumen mutet ziemlich futuristisch an. Sämtliche Rohre sind mit Aluminium dick ummantelt. „Es ist alles perfekt isoliert“, verdeutlicht Stefan Kreuzer. Verschiedene Leitungen, die zuvor auf dem Dach des alten Hallenbads verlegt waren, sind jetzt ebenfalls ins Gebäude gewandert. „Zum Teil sind sie auch hier im Keller verlegt“, erläutert Kreuzer. Den Nicht-Technikern haut es angesichts dieses Wirrwarrs an Kabeln, Schächten und Unmengen von Schaltern eher die Fragezeichen raus. Doch die Schwimmmeister, die das Hallenbad in Zukunft wieder unter ihren Fittichen haben werden, seien bestens gerüstet und hätten alles im Griff, versichert der Organisator. „Hier unten steht die gesamte Filter-Technik für alle drei Becken.“ Das Hallenbad werde mit Gas und über ein Blockheizkraftwerk beheizt. Hier im Keller wird das Wasser, das stetig überwacht werde, auch gereinigt. „Jegliche organische Stoffe werden durch Quarzsand und Aktivkohle herausgefiltert, das Gewässer wird ständig umgewälzt“, erläutert Stefan Kreuzer.

Maskottchen MAKBuddy

Das Marktredwitzer Hallenbad wird sich künftig auch mit einem eigenen Merchandising vermarkten. „Und dazu gehört natürlich ein Maskottchen“, unterstreicht Silvia Soares. Die Mitarbeiterin des Kommunalunternehmens Marktredwitz kümmert sich um die Vermarktung des neu gestalteten Hallenbads. Und zu dieser Werbe-Linie gehöre eben das Maskottchen mit dem Namen MAKBuddy. „Dabei handelt es sich um einen kleinen Otter“, verrät Silvia Soares schon einmal. Das Geheimnis wird allerdings erst gelüftet, wenn das Hallenbad kurz vor der Wiedereröffnung steht. Und dass es zu Ostern klappt – diesmal liegt Ostern in der ersten Aprilwoche –, da sind sich Organisator Stefan Kreuzer, Planer Johannes Fischer und Oberbürgermeister Oliver Weigel ganz sicher. Jetzt muss nur noch Corona den Sprung ins warme Wasser gestatten.

In Marktredwitz entsteht eine neue Event-Location

Marktredwitz
Blick ins Dampfbad: Von links Versorgungstechniker Stefan Kreuzer, Kämmerer Markus Brand und Oberbürgermeister Oliver Weigel.
Hier entsteht das Restaurant.
Ein Highlight für Kinder ist die neue Edelstahl-Rutsche.
Die Technik ist im Keller untergebracht.

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