Eine Frau aus Marktredwitz kontaktierte am Mittwoch zwischen 21 und 23 Uhr sechsmal die Rettungsleitstelle. Dabei gab die 39-Jährige laut Polizeibericht jeweils an, sich aus ihrer Wohnung an der Breslauer Straße ausgesperrt zu haben. Sie habe verlangt, dass Rettungskräfte vorbeikommen, um ihre Tür zu öffnen. "Da jedoch keinerlei Gefahr ersichtlich war, war eine gewaltsame Wohnungsöffnung durch Feuerwehr und Polizei rechtlich nicht zulässig", schreibt Polizeihauptkommissar Jan Weidhas.
Eine Streifenbesatzung der Polizei Marktredwitz versuchte nach dem ersten Notruf, die Wohnungstür gewaltfrei zu öffnen, was allerdings nicht gelang. Der Bewohnerin sei vor Ort die Sachlage erläutert worden und die Beamten hätten sie angewiesen, einen Schlüsseldienst zu verständigen. Die 39-Jährige habe gegenüber den Polizisten noch angegeben, dass sie die Nacht auch bei ihrer Mutter verbringen könne.
Nachdem die Streifenbesatzung abgerückt war, verständigte die Frau dann aber noch fünf weitere Male die Leitstelle und verlangte erneut die Wohnungsöffnung durch die Feuerwehr. "Sie wurde hierbei mehrfach hinsichtlich des Missbrauchs von Notrufen belehrt, zeigte sich allerdings nicht einsichtig und rief weiterhin bei der Leitstelle an", berichtet Weidhas.
Bei einer erneuten Anfahrt durch die Streife der Polizei Marktredwitz sei zur Unterbindung weiterer Anrufe das Mobiltelefon der Frau sichergestellt worden. Ein vor Ort durchgeführter Atemalkoholtest bei der 39-Jährigen ergab laut Polizei einen Wert von 2,98 Promille. Die Polizei Marktredwitz ermittelt nun wegen des Verdachts des Missbrauchs von Notrufen.













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