14.06.2019 - 17:09 Uhr
MarktredwitzOberpfalz

Marktredwitz: Feuer in Realschule

Die Geistesgegenwart eines Handwerkers hat am Freitag gegen 14.45 Uhr womöglich Schlimmeres verhindert. Der Mann bemerkte Rauch am neuen Aufzugsschacht in der Marktredwitzer Realschule.

Etwa 100 Einsatzkräfte waren beim Brand in der Fichtelgebirgsrealschule vor Ort.
von Autor FPHProfil

Unverzüglich rief der Handwerker die Feuerwehr zu Hilfe. Wie sich herausstellte, brannte es unter einer Verschalung in dem noch nicht komplett fertigen Schacht. Da die OSB-Platten nicht in Flammen standen, sondern sich mehrere Glutnester bildeten, entwickelte sich starker Rauch. Schon aus einiger Entfernung war der Qualm an der Nordseite der Schule zu sehen.

Rund 120 Einsatzkräfte der umliegenden Feuerwehren, des Technischen Hilfswerks, des Rettungsdienstes und der Polizei eilten zum Brandort. Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurden Anwohner im nahen Stadtgebiet aufgefordert, Fenster und Türen ihrer Wohnungen geschlossen zu halten. Auch ein in unmittelbarer Nähe befindlicher Supermarkt wurde von den Einsatzkräften vorsichtshalber geräumt.

Aufgrund der Pfingstferien befanden sich weder Schüler noch Lehrkräfte in dem Schulgebäude. Nach ersten Maßnahmen durch Marktredwitzer Polizisten übernahm der Kriminaldauerdienst aus Hof die weiteren Ermittlungen zur Brandursache. Nach ersten Erkenntnissen der Beamten ist das Feuer in dem Aufzugschacht während des Verlegens von Bitumenbahnen mit einem Schweißbrenner ausgebrochen. Inwieweit das restliche Schulgebäude und die Dachkonstruktion aufgrund der Rauch- und Hitzeentwicklung beeinträchtigt wurden, müssen die Ermittler mit Unterstützung eines Sachverständigen klären. Derzeit geht man von einem Schaden von mindestens 50.000 Euro aus.

Wie mehrfach berichtet, wird die Realschule derzeit generalsaniert. Dass auch Qualm kostspielige Folgen haben kann, hat sich erst kürzlich in der Sigmund-Wann-Realschule in Wunsiedel gezeigt. Hier brannte vor wenigen Wochen ein Papiercontainer in einem Abstellraum und verrauchte einen Großteil der Schule, so dass Deckenplatten ausgetauscht und Wände gestrichen werden mussten.

Die Marktredwitzer Feuerwehr hatte auch ihre Drehleiter im Einsatz, über die Atemschutzträger in das Gebäude gelangten. Bei sommerlichen Temperaturen in voller Montur mit einer 25 Kilogramm schweren Ausrüstung Glutnester zu löschen, ist alles andere als einfach. "Nach 30 Minuten müssen die Einsatzkräfte ausgewechselt werden. Wir haben aber genügend Atemschutzträger hier", erklärte Kreisbrandrat Wieland Schletz.

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