12.11.2020 - 14:59 Uhr
MarktredwitzOberpfalz

Marktredwitz investiert kräftig

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Die Grundschule wird erweitert und teilsaniert. Die Planungen laufen im nächsten Jahr an. Die Markt-Sanierung und die Neugestaltung des Stadtparks müssen noch eine Weile warten.

Die Grundschule soll in den kommenden Jahren für geschätzt vier Millionen Euro teilsaniert werden.
von Autor FPHProfil

Das Benker-Areal, auf dem quasi ein neuer Stadtteil in die Höhe wächst, wird die Stadt Marktredwitz in den kommenden Jahren weiter auf Trab halten. Im Haushalt 2021 sind einige Summen eingestellt, um das neue Baugebiet voranzubringen. Auch in vielen anderen Bereichen investiert die Stadt kräftig. 18,5 Millionen Euro sind im Vermögenshaushalt veranschlagt. Gerald Hoch von der Stadtkämmerei stellte am Dienstag die einzelnen Projekte in der Bauausschusssitzung in der Stadthalle vor.

Wir wollen das Naherholungsgebiet 24-Örter-Stein wiederbeleben. Da ist alles ziemlich zugewachsen.

Gerald Hoch

Im kommenden Jahr geht es an die Planung für die Teilsanierung und den Erweiterungsbau der Grundschule, wofür erst einmal 110.000 Euro vorgesehen sind. Insgesamt kosten energetische Sanierung, Brandschutz, Fassade und der Erweiterungsbau vier Millionen Euro, für die es rund 75 Prozent Förderung geben soll. Beginn der Maßnahmen ist allerdings erst 2023.

50.000 Euro fließen nächstes Jahr in die Erneuerung von Spielplätzen. 280.000 Euro sind für die Teilsanierung der Kindertagesstätte „Arche Noah“ vorgesehen. 2021 geht es laut Hoch in die Planung der Generalsanierung und eines Ersatz-Neubaus für den Kindergarten „Zum guten Hirten“. 50.000 Euro sind dafür eingeplant. „Kosten und Nebenkosten der Umsetzung sind noch offen.“ Kurz vor der Fertigstellung ist der Neubau der Kita „Sankt Margarethen“ in Brand, wofür noch einmal 780.000 Euro im Haushalt eingeplant sind. 1,1 Millionen Euro sind für das neue Kinderhaus auf dem Benker-Areal veranschlagt, wovon die Stadt letztlich einen Eigenanteil von 471.000 Euro zahlen müsse, so Hoch.

Stadtteil Dörflas

Für die Sanierung der Fabrikgasse 3 (Integrationszentrum) und der Dörflaser Hauptstraße 10, wo ein Zentrum für Tagesmütter entsteht und ein neuer Treffpunkt der AWO, sind 1,8 Millionen Euro im Haushalt 2021 eingeplant. Die Stadt geht von einer Förderung in Höhe von 90 Prozent aus. „Wir wollen das Naherholungsgebiet 24-Örter-Stein wiederbeleben. Da ist alles ziemlich zugewachsen“, klärte Gerald Hoch auf, warum dort 60.000 Euro investiert werden. 500.000 Euro Zuschuss gebe es von der Stadt für den privaten Umbau des „Goldenen Löwen“, wovon 90 Prozent gefördert würden.

Benker-Areal

Für Straßen und Plätze rund um das Benker-Areal hat die Stadt 900.000 Euro veranschlagt. Für die Vorbereitung der Bebauung stehen 120.000 und 50.000 Euro für die Koordination bereit. Ins Turbinenhaus steckt die Stadt kommendes Jahr 300.000 Euro, zudem gibt es laut Gerald Hoch noch 343.000 Euro an Haushaltsresten. Ähnlich verhält es sich mit der Sanierung und dem Umbau des Kesselhauses, wo noch 200.000 Euro übrig seien.

Innenstadt

Insgesamt gibt Marktredwitz für das Städtebauförderungs-Programm 1,8 Millionen Euro im kommenden Jahr aus. Für die Planung zur Sanierung der Brücke vom KEC-Parkhaus hinüber zur Egerstraße – das steht schon länger auf der Agenda – nimmt die Stadt 30.000 Euro in die Hand. Wann die Sanierung über die Bühne geht, ist noch nicht klar. Etwas auf sich warten lässt wohl auch die Rund-um-Erneuerung der guten Stube, des Marktes, wofür lediglich 25.000 Euro aus Haushaltsresten angedacht sind. Das beklagte dann auch SPD-Fraktionsvorsitzender Klaus Haussel: „Hier gibt es aktiven Handlungsbedarf, das sollte man forcieren.“ Oberbürgermeister Oliver Weigel begründete die verzögerten Arbeiten damit, „dass es abhängig ist von der ESM, die zuvor die Leitungen erneuern muss“. Das müsse genau abgestimmt werden. „Aber wir wollen die Arbeiten 2022 durchführen“, so Weigel.

Eine Fülle an Zahlen legte Stadtkämmerer Markus Brand in der Bauausschusssitzung vor

Marktredwitz

Die Neugestaltung des Stadtparks wird sich ebenfalls in die Länge ziehen, zumal die Stadt wohl darauf wartet, bis Investor Marcus Pürner das Quartier am Stadtpark bebaut hat, damit man sich mit den Arbeiten nicht in die Quere kommt. Weil es hier ebenfalls zu Verzögerungen gekommen ist, sind für das kommende Jahr keine Mittel eingeplant, erst zwischen 2022 und 2024 insgesamt 1,1 Millionen Euro.

Eine halbe Million Euro steht für die Sanierung des Malzhauses parat, in den Folgejahren drei weitere Millionen. Für den Abbruch des Winkel-Parkhauses fließen 1,5 Millionen Euro, die schon im letzten Jahr bereitgestanden waren. Auch hier verzögerte sich der Abriss. Erst wenn diese Arbeiten vollendet sind, geht es an die Neugestaltung des La-Mure-Platzes, wofür erst ab 2022 Mittel vorgesehen sind.

Straßenausbau im Zentrum

Im Zuge der Umgestaltung des Winkels und des La-Mure-Platzes soll die Leopoldstraße ausgebaut werden. Hier schickte Gerald Hoch voraus, dass ab 2022 erst Mittel veranschlagt seien, und zwar zunächst 80.000 Euro. Weitere 400.000 Euro folgten 2023 und ebenfalls 2024. Noch nicht bezifferbar sei die Umgestaltung des Vilser Platzes. Für die Planung nimmt die Stadt 2021 jedoch 50.000 Euro in die Hand.

Großraum Schulzentrum

Für die vorbereitende Untersuchung sind 50.000 Euro eingeplant. Der Abbruch des ehemaligen Milchhofs schlägt mit 650.000 Euro zu Buche.

Glasschleif

1,5 Millionen Euro der Mammut-Investition sind im Haushalt 2021 eingeplant. Insgesamt werden in die Sanierung der temperierten Kalthalle, wie die neue Veranstaltungshalle im Bürokraten-Deutsch heißt, 11,7 Millionen Euro investiert. Weitere 3,5 Millionen fließen in die Sanierung des „Tal-Geschosses“, sprich: in die Kellerräume.

Hier ein Bericht zur September-Sitzung des Marktredwitzer Stadtrats

Marktredwitz

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