28.07.2019 - 16:26 Uhr
MarktredwitzOberpfalz

Musikalisch durch 100 Jahre

Das Sommerkonzert des Otto-Hahn-Gymnasiums erinnert an das Jubiläum der Schule. Der Abend setzt einen weiteren Höhepunkt in der Veranstaltungsreihe.

Ohne Noten bewältigten die Chorklassen 5/6 ihr Programm. Chorleiter Werner Stehbach überraschte mit vielen Effekten.
von Autor FPHProfil

Als an diesem glühheißen Sommertag der erträglichere Abend aufzog, strömten so viele Besucher zum Sommerkonzert des OHG, wie die Aula gerade fassen konnte. Nachdem die Eurovisionshymne, gespielt vom Orchester der 6a, augenzwinkernd eine Verbindung zu den großen Fernseh-Events hergestellt hatte, bedankte sich Studiendirektor Werner Stehbach bei Schülern, Lehrern und Sponsoren für ihren Einsatz.

Zum 100. Jubiläum der Schule habe es bereits so manches Highlight gegeben; "hoffen wir, dass dieses auch eins wird", sagte Stehbach. Und die Hoffnung erfüllte sich in hohem Maß. Dass die Chorklassen von Werner Stehbach wirklich einstimmig singen, hat man ja immer wieder erlebt. Auch, dass sie, wie die 5/6, ohne Noten auftreten. Und dass der Chorleiter mit vielseitigen Effekten überrascht: Dazu gehören das Pfeifen als Einleitung zu "Wind of Change", die unerwartete Mehrstimmigkeit durch Überstimmen, ein Klarinetten-Solo auf dem Weg zu Tonvolumen und Intensität.

Zwei Besonderheiten

Stefan Daubner und sein Unterstufenchor bewältigten scheinbar mühelos die "Regenbogen"-Sprünge aus dem gleichnamigen träumerischen Lied und ebenso die energischen Ausbrüche in Michael Jacksons "Earth Song". In diesem ersten Teil des Programms stellten sich auch Instrumentalgruppen vor: Die Gitarrenklasse mit "El Condor Pasa" und Mitgliedern des Orchesters, und - mit "Schindlers Liste" und dem Thema aus "Star Wars" - das gesamte Orchester.

Zwei Besonderheiten würzten den ersten Teil: Der Lehrerchor erfreute mit einem fix und dabei deutlich gesungenen "Mein kleiner grüner Kaktus". Und das letzte Stück schuf die Überleitung zum historischen Blickwinkel im Jubiläumsjahr: Ein Marsch, komponiert zu Ehren des ersten Schulleiters Hermann Hacker, der "heimatbezogen, aber auch national angehaucht" war, wie Arrangeur Stefan Daubner sagte.

"Weil bei den deutschen Jungen die deutsche Zukunft liegt" war zum Beispiel gut herauszuhören. Dagegen setzten die heutigen Schüler-Sänger geschlossen und ironisch das entschiedene "We don't need no Education" (Wir brauchen keine Bildung/Erziehung) im Song "The Wall" von Pink Floyd.

Der zweite Teil des Abends vermittelte dem Publikum das Gefühl, die vergangenen 100 (Jubiläums-)Jahre miterlebt zu haben. Denn sie glitten in musikalischer und optischer Erscheinungsform vorüber. Die Musik wirkte auf mehreren Ebenen: Die Partnerländer Italien, Frankreich und Tschechien wurden nicht nur durch ihre Hymnen gezeichnet, sondern auch mit klassischen (Die Moldau) oder populären Hits.

Große Heiterkeit

Alle musikalischen Gruppierungen kamen zum Einsatz. Denn für jedes Jahrzehnt von 1919 bis 2019 hatte Andreas Krauß ein heute noch lebendiges Lied arrangiert, von "Don't let us sing anymore about War" über "Anuschka" und "Hijo de la luna" bis "All the lies". Von den Flügeltasten aus dirigierte er nicht nur alle Musiker, sondern auch die Power-Point-Präsentation des P-Seminars Musik mit Bildern, die parallel zur Musik die jeweiligen Errungenschaften und den mit ihnen verhafteten Gefühlswert dokumentierten.

"Dick und Doof", Gandhi, VW-Käfer, Mondlandung, Abba oder Polaroid-Kamera zogen vorüber. Für große Heiterkeit sorgten Fotos von Stehbach, Krauß und Daubner, die jeweils vom Baby bis zur heutigen Erscheinung halfen, den Ablauf der Zeit sichtbar zu machen. Jubel und Standing Ovations dankten es den vielen Mitwirkenden.

Musik aus „Schindlers Liste“ und „Star Wars“ spielte das Orchester unter der Leitung von Stefan Daubner – hier mit Violinistin Magdalena Waldmann.

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.