31.01.2019 - 14:53 Uhr
MarktredwitzOberpfalz

Neues, modernes Stadtviertel

Die Vorgabe lautet: Qualität vor Dichte der Bebauung. Zwölf Architekturbüros machen sich Gedanken über eine Neugestaltung im Marktredwitzer Winkel.

Nach dem Abriss des Parkhauses soll das Viertel im Winkel neu gestaltet werden. Dazu sucht die Stadt jetzt die besten Ideen.
von FPHSProfil

Es ist zwar nicht ein ganzer Stadtteil wie auf dem Benker-Gelände, aber doch ein neues und modernes Stadtviertel, das im Marktredwitzer Winkel entstehen soll. Wie mehrfach berichtet, wird in den nächsten Jahren zunächst das marode Parkhaus im Winkel abgerissen und dann das Gelände komplett neu gestaltet.

In der Stadtratssitzung am Dienstag informierten Oberbürgermeister Oliver Weigel und Stadtplaner Stefan Büttner über den Stand der Vorbereitungen dafür. Nach dem Sammeln vieler Ideen, wobei auch die Öffentlichkeit beteiligt wurde, liegt nun ein Zeitplan für die Vorbereitungen und die Verwirklichung der Pläne vor.

„Ausgelobt“, also verschickt werden die Unterlagen für die Ausschreibungen der Architekturpläne am 1. Februar. Das beschlossen die Preisrichter bei einer Besprechung im Januar. Ein Kolloquium am 19. Februar wird sich dann damit befassen. Bis zum 2. April sollten die fertigen Planvorschläge im Technischen Rathaus vorliegen.

Das Preisgericht tagt am 15. Mai. Von 24. Mai bis zum 6. Juni werden die Pläne dann öffentlich ausgestellt. Vorgeprüft werden sie von der Stadt Marktredwitz in Zusammenarbeit mit dem Nürnberger Architekten Peter Kleindienst.

Wettbewerbsgegenstand ist eine Bebauung für Wohnen, Gewerbe und Freizeitanlagen mit Parkmöglichkeiten. Auch an altersgerechte Wohnmöglichkeiten denken die Verantwortlichen. Ansprechender gestaltet werden soll auch der Platz des Wochenmarktes im Winkel. Generell, so die Ausschreibung, gelte der Grundsatz: städtebauliche Qualität vor Dichte der Bebauung. Den Nutzern soll eine hohe und familienfreundliche Wohn- und Lebensqualität geboten werden.

Neben dem La-Mure-Platz ist auch das alte Malzhaus Bestandteil der Pläne. Seit vielen Jahren nicht mehr genutzt und in schlechtem baulichen Zustand, kann man sich hier Stellplätze für Autos und in den Obergeschossen Wohnungen vorstellen.

Erweitert werden könnte auch der Biergarten der „Winkelmühle“, eventuell mit einem Brunnen. Und eine gute Verbindung mit Fuß- und Radwegen zum Benker-Areal wird ebenso als wichtig angesehen wie ausreichend Grünflächen.

Zwölf Architekturbüros, zwei aus Marktredwitz, der Rest aus ganz Deutschland, sind eingeladen, sich an dem Wettbewerb zu beteiligen. Dem Preisgericht gehören neben einer ganzen Reihe von Fachleuten aus dem Bereich der Architektur auch Politiker, Vertreter der Regierung und des Denkmalschutzes an. Für den ersten Preis des Wettbewerbs setzt die Stadt 18.000 Euro aus. Der Zweite bekommt 11.000, der Dritte 7000 Euro.

„Wir wollen hier eine schöne Biergarten-Atmosphäre“, so Bauamtschef Stefan Büttner. „Heuer treffen wir alle Vorbereitungen.“ Vor dem Abriss des Winkel-Parkhauses müsste den Mietern gekündigt und die Bausubstanz untersucht werden.

In der abschließenden Bürgerfragestunde meldete sich Johanna Kropp von der Bürgerinitiative (BI) Brand zu Wort und teilte einen Antrag der Bürgerinitiative an die Stadträte aus. Die BI wünscht sich demnach eine Änderung für den Brander Friedhof. Die Brander wollen keine Sammelgräber für die Urnen, sondern Wiesenurnengräber, die nicht gepflegt werden müssten, aber als Stelle für eine Urne zu erkennen sind. Platz dafür gebe es auf dem Friedhof ausreichend. Der Stadtrat nahm den Antrag zur Kenntnis und werde in einer der nächsten Sitzungen darüber beraten, versprach der Oberbürgermeister.

Hintergrund:

Aufträge für Hallenbad vergeben

In der Stadtratssitzung gab Oberbürgermeister Oliver Weigel bekannt, dass die Stadt bereits in nichtöffentlicher Sitzung einige Aufträge für die Generalsanierung des Hallenbades und die vorbereitende und verbindliche Bauleitplanung für das Gebiet „Hammerberg West“ in Auftrag gegeben habe. Nach einer Ausschreibung ging der Auftrag für die Baustelleneinrichtung, das Baulos 1, zum Angebotspreis von 109.897 Euro an die Mainzer Firma KBS Infra GmbH. Das Los 2, das Abbrucharbeiten und Entkernungen umfasst, erledigt für 346.456 Euro die Firma Reichle aus Gaggenau.

Zum Angebotspreis von 95.090 Euro fertigt das Bamberger Planungsbüro Plan&Werk die Unterlagen für das Bauleitplanverfahren „Hammerberg West“ in der Gemarkung Wölsau und damit die Grundlage für den Bebauungsplanentwurf an. (fphs)

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