Schon seit Jahren hat sich die Klinik für Urologie auf Prostataerkrankungen spezialisiert. Die moderne Diagnostik und Therapie gut- und bösartiger Prostataerkrankungen bildet einen besonderen Leistungsschwerpunkt der Klinik Fichtelgebirge, heißt es in einer Pressemitteilung.
Das Prostatazentrum wurde 2008 als erstes in Bayern unter der Leitung von Chefarzt Dr. Wolfgang Schafhauser mit Kooperationspartnern in der Region gegründet. Ziel des Privatdozenten sei eine optimierte, heimatnahe und interdisziplinäre Versorgung urologischer Patienten. „Wie bei einer erfolgreichen Fußballmannschaft ist es auch bei einer komplexen Patientenbehandlung so, dass nicht der exzellente Einzelspieler den entscheidenden Gesamterfolg erbringt, sondern nur das Team als Ganzes“, wird das Zusammenwirken aller Beteiligter betont.
So würden für alle Patienten mit Prostatakrebs monatliche Tumorkonferenzen durchgeführt, an der die Urologen aus Praxis und Klinik, Strahlentherapeuten, Radiologen, Pathologen und Onkologen teilnehmen. Alle zwei Monate fänden mit den Kooperationspartnern Qualitätszirkelsitzungen statt, bei denen nicht nur Problemfälle, sondern auch aktuelle Veröffentlichungen und Kongressvorträge diskutiert würden. Die überdurchschnittlich guten Ergebnisse, die das Prostatazentrums Hochfranken-Fichtelgebirge im Zentrumsvergleich aufweise, seien im aktuellen Auditbericht von Professor Dr. Werner Bischoff von URO-Cert Berlin ebenso positiv hervorgehoben worden wie die kontinuierlichen Innovationsbestrebungen. Das Prostatazentrum setze seit Jahren über den üblichen Standard hinaus nuklearmedizinische Techniken zur verbesserten Lymphknotenentfernung ein.
Das Angebot moderner Hochpräzisionsstrahlentherapie und Brachytherapie wurde ebenso erwähnt wie die frühe Einführung der Greenlightlaser-Vaporisationstechnik sowie die neue Aquabeam-Technik bei der Behandlung gutartiger Prostatavergrößerungen. Bereits seit Jahren komme vermehrt die multiparametrische Magnetresonanztomographie zur verbesserten Prostatakrebserkennung mit Vermeidung unnötiger Biopsien zum Einsatz.
Bei dem Auditgespräch mit Professor Bischoff betonte Dr. Schafhauser, dass diese Fortschritte in der regionalen Patientenversorgung nur durch die Gründung des Prostatazentrums mit Unterstützung der Klinikleitung und den Kooperationspartnern möglich wurde. Er bedankte sich für die jahrelange Zusammenarbeit.













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