14.12.2018 - 14:20 Uhr
MarktredwitzOberpfalz

Im Rampenlicht mit Veronica Ferres

Die Schirmherrin der Filmkulisse Bayern verleiht die Trophäe „Drehort des Jahres 2018“. Marktredwitz bekommt Silber und ist mächtig stolz darauf.

Gern stellt sich Schauspielerin und Schirmherrin Veronica Ferres mit den Marktredwitzern zu einem Erinnerungsfoto: Von links Oberbürgermeister Oliver Weigel, Veronica Ferres, Claudia Hiergeist, Kerstin Brunner und Susanne Menzel.
von Autor FPHProfil

Ein kleines Mittagshäppchen mit Filmstar Veronica Ferres im mondänen Gloria-Palast am Stachus in München. Nun, die Marktredwitzer haben es sich verdient, mit Schauspielern und Filmemachern einmal auf der Bühne im Rampenlicht zu stehen. Immerhin ist Marktredwitz am Donnerstag in der Bayern-Metropole zum zweitbesten "Drehort des Jahres 2018" im Freistaat ausgezeichnet worden. Die Dreharbeiten zu "Arthurs Gesetz" mit Jan Josef Liefers und Martina Gedeck haben zu dieser bravourösen Anerkennung geführt, weil sich das Team um Pressesprecherin Claudia Hiergeist vorbildlich um Stars und Sternchen und deren Anliegen gekümmert und ihnen jeden Wunsch von den Lippen abgelesen habe.

"Es fühlt sich an wie der erste Preis", kommentiert ein strahlender Oberbürgermeister Oliver Weigel bei der Preisverleihung. Und wird nicht müde, immer wieder mit Veronica Ferres und seinem Team aus Presseabteilung und Tourist-Info für die Fotografen zu posieren. Claudia Hiergeist, bei der die Strippen zusammenliefen, präsentiert die Trophäe voller Stolz: "Alle Mühen haben sich gelohnt! Als absoluter Newcomer mit solchen Konkurrenten - damit haben wir absolut nicht gerechnet."

Trotz Haushaltssitzung am späten Nachmittag macht sich Oberbürgermeister Weigel am Donnerstag nach einer Geschäftseinweihung in Brand auf den Weg in die Landeshauptstadt. "So was kommt ja nicht alle Tage vor", wägt er ab, ob er sich diesen Stress antut. Im Gloria-Palast, einem Kino-Saal von 1956, auf dessen Bühne einstmals Wasserfontänen in die Höhe gischteten, zelebrierten schon viele Schauspieler und Filmemacher aus aller Herren Länder rauschende Premieren-Feiern. Und in einem zweiten Auto machen sich Claudia Hiergeist, Susanne Menzel und Kerstin Brunner auf nach München. Sie können es sich nämlich erlauben, etwas länger zu bleiben als der Chef und knüpfen gleich weitere Kontakte. Denn jetzt hat sie der Ehrgeiz gepackt: Sie wollen es auf den ersten Platz schaffen.

Den belegt am Donnerstag das Berchtesgadener Land. Bronze gibt es für den dritten Nominierten, das Oberallgäu. Die beiden anderen haben ganz andere Möglichkeiten, zumal sich in deren Regionen ein regelrechter Stab ausschließlich um die Filmschaffenden kümmern kann und um das Besorgen traumhafter Kulissen. "Wir machen so was geschmeidig nebenbei", meint Claudia Hiergeist augenzwinkernd. Tom Meiler, Moderator der Preisverleihung im mondänen Kino, verdeutlicht, dass die Filmemacher stets auf der Suche sind nach perfekten Drehorten für Filme oder Serien. Anja Metzger, die mit in der Jury saß, um die besten Drehorte herauszupicken, unterstreicht: "Ohne diese große Film-Begeisterung und Unterstützung in Marktredwitz hätte es die Serie ,Arthurs Gesetz' gar nicht gegeben."

Zum vierten Mal gibt es den Preis "Drehort des Jahres", den im vergangenen Jahr Nürnberg, Regensburg und Tegernsee/Schliersee abgesahnt haben. Keine andere als Veronica Ferres, eine der großen deutschen Filmstars, ist Schirmherrin der Initiative Filmkulisse Bayern, die den Preis verleiht. "Ich bin von der ersten Stunde an dabei, und es ist mir eine große Freude und Ehre, als zugereiste Preußin und Wahl-Bayerin den Preis zu vergeben." An die Nominierten gewandt, meint Ferres: "Sie alle helfen uns tatkräftig, Kulissen zu finden, helfen uns bei Anfragen, wenn Stars Zicken machen und in bessere Hotels wollen, wenn es gilt Straßen zu sperren und den Verkehr umzuleiten."

Die Gäste der Preisverleihung blicken dann auf die Leinwand, wo Jan Josef Liefers auf der Treppe eines Hauseingangs in Marktredwitz kauert. Einige Szenen von "Arthurs Gesetz" werden als erstes eingeblendet, ehe Filmausschnitte der beiden anderen Nominierten mit Sequenzen aus ihrem Drehort gezeigt werden.

Einer, der Marktredwitz lieber auf dem ersten Platz gesehen hätte, ist Markus Dicklhuber, einer der Entscheider für die Große Kreisstadt als Drehort, der bei der Preisverleihung Claudia Hiergeist und ihre Kolleginnen herzlich umarmt. "Solch eine Freundlichkeit, solch eine Vielfalt, ein aufmerksames und liebes Team mit stets guter Laune", fasst er sein Rundum-sorglos-Lob zusammen.

Claudia Hiergeist sammelt bereits Visitenkarten, notiert sich Telefonnummern und unterhält sich angeregt mit Leuten vom Film, ebenso ihre Kolleginnen Kerstin Brunner und Susanne Menzel, die gleich neben Veronica Ferres feine Häppchen naschen und mit einem verdienten Gläschen Sekt auf den zweiten Platz anstoßen. "Ja, es gibt schon verschiedene Anfragen für Marktredwitz als Drehort", sagt Hiergeist. "Aber erzählen darf ich da noch nichts."

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.