02.05.2021 - 16:42 Uhr
MarktredwitzOberpfalz

Schlechte Ausrede schützt vor Strafe nicht

Eine gute Ausrede ist viel wert. Im Fall eines Nachtschwärmers erwies sie sich jedoch als völlig substanzlos. Jetzt folgt eine Anzeige wegen Verstoßes gegen die Ausgangssperre.

Symbolbild
von Externer BeitragProfil

Am Freitag gegen 1.05 Uhr kontrollierten Polizeibeamte einen 20-jährigen Mann aus Marktredwitz, der in der Wölsauer Straße mit dem Auto unterwegs war. Nach dem Grund der späten Fahrt befragt, gab der junge Mann an, auf dem Weg zur Not-Apotheke nach Thiersheim zu sein, um sich dort Schmerztabletten zu holen. Die Nachfrage der Beamten, ob denn die genannte Apotheke überhaupt Nachtdienst hätte, gab der Marktredwitzer an, dass diese Apotheke das letzte Mal ja auch Notdienst gehabt hätte. Und wenn sie wider Erwarten geschlossen sei, wäre dort sicher ein Aushang mit Verweis auf die diensthabende Apotheke angebracht.

"Dem jungen Mann war offenbar nicht bekannt, dass es in Thiersheim seit etlichen Jahren keine Apotheke mehr gibt", schreibt die Polizei in ihrem Bericht. Dass er bereits bei einer nächtlichen Kontrolle im Februar als Erklärung eine Fahrt zur Notdienst-Apotheke angegeben hatte, machte die Sache nicht glaubwürdiger. Gegen den „Nachtschwärmer“ wird nun wegen einer Ordnungswidrigkeit nach dem Infektionsschutzgesetz ermittelt. Eine Anzeige wird dem Landratsamt Wunsiedel zur Prüfung vorgelegt. Der 20-Jährige wird wohl mit einem Bußgeld rechnen müssen.

Widerstand bei Kontrolle: Polizeibeamter verletzt

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