Fahnder der Bundespolizeiinspektion Selb kontrollierten am Mittwoch gegen 9.15 Uhr nach der Abfahrt eines Zuges in Marktredwitz in Richtung tschechische Grenze zwei junge Männer. Da sie keinerlei Reisedokumente vorlegen konnten, war schnell klar, dass es sich um unerlaubt eingereiste syrische Migranten handelte, die nur eine Fahrkarte von Landshut nach Leipzig vorweisen konnten, heißt es im Polizeibericht.
Nur vier Sitzreihen entfernt wurde ein weiterer Syrer überprüft, der einen österreichischen Reiseausweis für Flüchtlinge präsentierte. Er leugnete zunächst jegliche Verbindung zu den beiden jungen Syrern ohne Ausweise. Anhand seiner ebenfalls in Landshut zur gleichen Uhrzeit gekauften Fahrkarte und dem gleichem Fahrtziel Leipzig konnten die Fahnder den 26-Jährigen jedoch rasch des Einschleusens von Ausländern überführen.
Die weiteren grenzpolizeilichen Ermittlungen ergaben, dass die beiden 21- und 29-jährigen Syrer über die Türkei, Serbien und Ungarn nach Wien geflüchtet waren und von dort mit einem Auto nach Landshut geschleust wurden. In Landshut wurden sie am Bahnhof von dem 26-Jährigen abgeholt, der ihnen Zugfahrkarten kaufte und die beiden in Leipzig an Verwandte übergeben sollte, berichtet die Polizei. Um bei einer möglichen polizeilichen Kontrolle nicht als Schleuser erkannt zu werden, hatte er bewusst zu den beiden Geschleusten Abstand eingehalten. Pech jedoch: Er ist mit den beiden Migranten in Marktredwitz in den falschen Zug gestiegen und befand sich deshalb in einem Ausreisezug nach Tschechien.
Nach Abschluss der strafprozessualen Maßnahmen nach dem Aufenthaltsgesetz wurden die beiden syrischen Staatsangehörigen an die Ankereinrichtung Oberfranken nach Bamberg weitergeleitet. Gegen den 26-jährigen Syrer wurden Ermittlungen wegen Einschleusens von Ausländern aufgenommen.













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