Marktredwitz
15.09.2026 - 21:52 Uhr

Trauergottesdienst für verstorbenen Pfarrer und Dekan Hermann Seißler

In der St. Bartholomäuskirche wurde beim Trauergottesdienst Abschied von Hermann Seißler genommen. Der verstorbene Pfarrer und Dekan i.R. hinterließ Spuren an seinen Wirkungsstätten – in Marktredwitz, Selb oder München.

Pfarrer Silfredo Dalferth leitete den Trauergottesdienst. Bild: Alfons Prechtl
Pfarrer Silfredo Dalferth leitete den Trauergottesdienst.

In der St. Bartholomäuskirche fand der Trauergottesdienst für den verstorbenen Pfarrer und Dekan i.R. Hermann Seißler statt. Pfarrer Silfredo Dalferth leitete die Zeremonie. Der Posaunenchor unter der Leitung von Birgit Gebhardt und der Gospelchor unter der Führung von Michael Grünwald spielten und sangen geistliche Lieder. Zusammen mit Gemeindegesang erklang „Von guten Mächten“. Zahlreiche Nachrufe würdigten das Leben, das Wirken und die Bedeutung des Verstorbenen.

Pfarrer Dalferth würdigte das Wirken in Marktredwitz von 1984 bis 1992 als Pfarrer der Bartholomäusgemeinde, aber auch aus persönlichen Begegnungen mit der Familie. Er zeigte einen starken persönlichen Glauben und er konnte sich in die Situation des anderen hineindenken. Deshalb lautete sein Leitspruch: “Nehmet einander an“. Pfarrer Seißler kann auf ein erfülltes Leben als Diener des Wortes Gottes zurückblicken.

Im Dekanat Selb stand er den Kirchengemeinden von 2004 bis 2009 vor. Die stellvertretende Dekanin Sandra Herold hob hervor, dass Hermann Seißler nah am Menschen war. Lebendigkeit, Menschenfreundlichkeit und Weitblick zeichneten ihn aus.

In Marktredwitz, so Karlheinz Seidel, hat er den Arbeitskreis für Arbeit und Arbeitnehmer (afa) wieder belebt. „Altar und Werkbank gehören zusammen“, hat er immer wieder betont. Er war ein Brückenbauer.

Von Anfang der 90er Jahre bis 2004 wirkte er als Pfarrer in der Pfarrei Immanuel in München. Die damalige Vertrauensfrau von Egidy zeigte die vielen Neuigkeiten auf, die heute noch im Gemeindeleben Bestand haben. Sie reichten von der Gründung eines Diakonievereins, über Diskussionsabende, der Aktivierung des Chorsingens bis zur Errichtung eines neuen Kindergartens. Seine Spezialität war die Gründung von Arbeitskreisen, die äußerst glücksbringend tagten.

Dekan Peter Bauer lobte die erfolgreiche Umstrukturierung der Diakonie in den Dekanaten Selb und Wunsiedel durch Hermann Seißler. Er hob die Gelassenheit und Duldsamkeit hervor.

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